22.09.2009, 00:00 Uhr

Landesfestumzug 2009: Geschichte und Zukunft reichten sich in Innsbruck die Hände

Bataillon Ötztal
Der Landesfestumzug in Innsbruck am vergangenen Sonntag war ein ebenso imposantes wie unvergessliches Ereignis. 26.000 Teilnehmer sowie unzählige Zuschauer machten das Highlight der Landesfesttage zu einem noch nie dagewesenen Spektakel. Es war mehr als eine Demonstration von Einigkeit es war der Stolz Tirols in seiner reinsten Form.

INNSBRUCK.
Knapp vor 11 Uhr in der Landeshauptstadt Innsbruck: Eine kaum abschätzbare Masse an Besuchern säumt die Straßen Innsbrucks, denn die Menschen sind aus den hintersten Winkeln Tirols gekommen, um jenen Festumzug zu sehen, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte. Vieles wurde im Vorfeld über den Umzug geredet und geschrieben, aber was sich am vergangenen Sonntag in den Straßen Innsbrucks abspielte, war ein Beweis dessen, was das Land Tirol so großartig macht. Der mehr als beeindruckende Aufmarsch aller Schützenkompanien bzw. Fahnenabordnungen des Landes Tirol sowie zahlreicher Musikkapellen und der Jugend-, Kameradschafts- und Sängerbünden dauerte etwas mehr als drei Stunden und die prominenten Gäste auf der vollgepackten Ehrentribüne vor dem Innsbrucker Landestheater (unter ihnen Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll, LH Günther Platter, LH Luis Durnwalder, Landtagspräsident Herwig van Staa, Nationalratspräsident Andreas Kohl uvm.) sahen ein Ereignis, das es so in Innsbruck noch nie gegeben hat.

Tirol in Reih und Glied
An der Triumphpforte setzt sich die Ehrenformation (MK Peter Mayr Pfeffersberg, Fahnenabordnungen der teilnehmenden Traditionsverbände, Präsidenten und Obmänner der Traditionsverbände, Schützenkompanie Breitenbach am Inn) in Bewegung und mit großem Getöse und von Marschmusik begleitet, marschiert der gigantische Zug durch Innsbrucks Straßen. Das Publikum applaudiert heftig und stolz schreiten die Abordnungen entlang der Maria-Theresien-Straße in Richtung Altstadt. Dem Aufruf des Landes, die Häuser zu beflaggen, ist der Großteil der Bevölkerung nachgekommen und umso schöner und beeindruckender ist das Bild für die Zuschauer.

Jung und Alt sind gekommen
Im Rahmen der Landesfesttage wurde sehr viel Wert auf die Jugend gelegt und dies kam auch beim Landesfestumzug unmissverständlich zum Ausdruck. Das Bekenntnis der Jugend zum Land Tirol sowie dessen Tradition wurde in glanzvoller Weise dargestellt und wer geglaubt hat, dass dies eine Veranstaltung für das ältere Publikum war, der wurde von der Tiroler Jugend eines Besseren belehrt. Das Bekenntnis zur Tradition und im Speziellen zu den Schützen war nie größer und der Mythos von Andreas Hofer und den Freiheitskämpfen um das Land Tirol ist auch nach 200 Jahren noch nicht verblichen.

Friedlicher Umzugsverlauf
Trotz des medialen Hickhacks rund um die Dornenkrone der Südtiroler Schützen sowie deren Transparente für ein vereinigtes Tirol (Los von Rom, Selbstbestimmung für Südtirol), war der Umzugsverlauf friedlich und ein wahres Fest für die Bevölkerungen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Die Hauptakteure waren zweifelsohne die Umzugsteilnehmer, welche sich intensiv auf diesen großen Tag vorbereitet hatten und der tosende Applaus von der Ehrentribüne sowie von den Zuschauermassen hätte lauter kaum ausfallen können. An diesem Tag in Innsbruck sind nicht nur Geschichte und Zukunft aufeinander getroffen, sondern auch tausende Menschen, die dieses Land groß gemacht haben.
Florian Haun
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