Bilanz zur Corona-Demo
40.000 Teilnehmer, Demo-Stopp am Ring und Festnahmen
- Auch am Samstag, 8. Jänner, hatte die Polizei in der Wiener Innenstadt wieder alle Hände voll zu tun
- Foto: Robert Rieger
- hochgeladen von Robert Rieger
Ein weiterer Samstag mit Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in der Wiener Innenstadt geht mit einer Abschlusskundgebung am Heldenplatz zu Ende. Am Opernring drohte zwischenzeitlich die weitgehend friedliche Stimmung zu kippen. Wir haben die Ereignisse des Tages zusammengefasst.
WIEN/INNERE STADT. Bereits am Samstagmorgen ging es mit den ersten Kundgebungen los. Die angemeldeten Versammlungen im Sigmund-Freud-Park (9 Uhr), am Maria-Theresien-Platz (12 Uhr) und am Heldenplatz (12 Uhr) verliefen weitgehend friedlich. Die Polizei stand den ganzen Tag über mit mehr als 1.000 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.
Ersten Einschätzungen der Landespolizeidirektion Wien zufolge dürften 40.000 Menschen an den Protesten teilgenommen haben. Für 15 Uhr war ein Marsch am Ring geplant - der Demozug setzte sich jedoch bereits gut eine Stunde davor in Bewegung. Und das zum Teil entgegen der geplanten Marschrichtung.
Angespannte Situation am Opernring
Recht weit waren die Demonstranten zunächst nicht gekommen. Gegen 14.45 Uhr wurde der Demozug im Bereich des Goethedenkmals am Opernring von der Polizei gestoppt, denn einige Personen in der Gruppe dürften laut Polizei gefährliche Gegenstände, wie Pyrotechnik, bei sich gehabt haben.
Dies führte bei Teilen an der Spitze der Demogruppe zu einer aggressiven Stimmung, die sich auch gegen die Beamtinnen und Beamten entlud.
Bereits im Vorfeld der Demonstrationen wurde in sozialen Medien zu Gewalt und einem "Sturm auf Wien" aufgerufen. Die Polizei kontrollierte daher einzelne Personen in der Gruppe.
Pfefferspray und Festnahmen
Auch wenn sich der Großteil der Demonstranten an diesem Tag friedlich verhielt, waren auch bei dieser Demo wieder rechtsextreme Gruppierungen und gewaltbereite Personen dabei. Beim Stopp durch die Polizei am Opernring musste auch Pfefferspray eingesetzt werden. Es kam zu Festnahmen, wie einige Medien berichteten.
Marsch fortgesetzt
Kurz vor 15.30 Uhr hob die Polizei die Sperre am Goethedenkmal schließlich auf. Der Demonstrationszug setzt seinen Marsch gegen die Fahrtrichtung am Ring fort, angeführt - wieder einmal - von den rechtsextremen Identitären.
Dabei wurde die marschierende Gruppe von der Polizei begleitet. Der Marsch verlief nach dem Stopp weitgehend friedlich. Gegen 18 Uhr versammelte sich der Demozug wieder am Heldenplatz für eine Abschlusskundgebung.
Unter den Demonstrantinnen und Demonstranten dürften auch viele Menschen aus anderen Ländern angereist gewesen sein. Immer wieder waren Fahnen aus Deutschland, Staaten Osteuropas oder anderen Ländern zu sehen.
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