SPÖ-Parteitag
KOMMENTAR: Die SPÖ könnte aus ihrer Geschichte lernen

"Wirklich super geht es der SPÖ ja nicht."
  • "Wirklich super geht es der SPÖ ja nicht."
  • Foto: APA/Schlager
  • hochgeladen von Kerstin Wutti

Am 24. und 25. November hält die SPÖ ihren 44. Bundesparteitag in Wels ab. Der Event sollte eigentlich schon Anfang Oktober stattfinden, aber dann kam der Parteichef abhanden.

Egal. Im "Mittelpunkt des Parteitags" stehen laut Einladung also die Wahl der neuen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, die Wahl der Parteigremien und die Abstimmung über das neue Grundsatzprogramm und die Organisationsreform.

Opposition ist Mist - und das stimmt

Ach ja: über die Kandidaten für die EU-Wahl wird auch abgestimmt. Klingt irgendwie nach protokollintensivem Konzern-Meeting. Gestritten wird nach den vergangenen Wochen wohl eher nicht, aber dafür viel auf die Regierunge geschimpft werden. Am Ende wird man Aufbruch simulieren.

Aber wirklich super geht es der SPÖ nicht. Opposition ist Mist, sagte ein deutscher SPD-Politiker einmal. Und das stimmt. Man kann nur herumnörgeln, die Karawane zieht trotzdem weiter.

"Lernen S' Geschichte", sagte Kreisky

Nur ganz clevere Politiker nützen Opposition für sich und die Partei. Bruno Kreisky war so ein Politiker. Kreisky wurde übrigens auf einem sehr turbulenten Parteitag am 1. Februar 1967 in einer Kampfabstimmung (man stelle sich heute bei einem SPÖ-Bundesparteitag eine Kampfabstimmung vor) mit "nur" 69,8 Prozent zum Vorsitzenden der SPÖ gewählt.

Danach entwarf er ein umfassendes Reformprogramm für den Staat. Dabei, man höre und staune, öffente er die Partei für Nicht-Mitglieder und Fachleute.

"Lernen S' Geschichte", sagte Kreisky einmal zu einem Reporter. Vielleicht sollten auch die SPÖ-Granden einmal in der eigenen Geschichte nachblättern. Zeit hätten sie ja.

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