FPÖ-Parteitag
Polizeigroßaufgebot und Straßensperren: Zwei Botschaften in Jennersdorf
- Aktivisten des linken Bündnisses „Widersetzen Wien“ demonstrierten vor der Gernot Arena gegen den FPÖ-Landesparteitag.
- Foto: Anna Kaufmann
- hochgeladen von Anna Maria Kaufmann
JENNERSDORF (ak). Ein massives Polizeiaufgebot, gesperrte Straßen und rund 100 demonstrierende Jugendliche prägten am Sonntag das Bild rund um die Gernot-Arena. Während die FPÖ Burgenland in der Arena ihren Landesparteitag abhielt, versammelten sich draußen junge Menschen zu einer Demonstration gegen die Partei. Zeitgleich stand in der Jennersdorfer Pfarrkirche das friedliche Miteinander im Mittelpunkt.
Sicherheitsmaßnahmen
300 Polizei- und Spezialeinsatzkräfte sicherten das Gebiet, Fahrzeuge wurden nicht durchgelassen und auch die Nebenstraßen waren gesperrt. Die Demonstrierenden zogen mit Transparenten und Fahnen auf und machten mit lautstarken Parolen auf ihre Anliegen aufmerksam. Auf ihren Plakaten fanden sich Botschaften gegen Faschismus und Rechtsextremismus. Die Polizei stand mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Bereich rund um den Parteitag abzusichern. Dabei gingen einige der Demonstranten aggressiv gegen Pressevertreter vor. Diese wurden geschubst und beschimpft
Missions-Schokolade wurde verteilt
Nur wenige Straßen weiter wurde in der Pfarrkirche der Missionssonntag gefeiert. Nach dem Gottesdienst verteilten Jugendliche Missionsschokolade, die für ein friedliches Miteinander und Verständigung stehen soll. Damit setzten sie eine ganz andere Botschaft als jene, die draußen bei der politischen Demonstration zu hören war.
So standen an diesem Sonntag in Jennersdorf zwei unterschiedliche Bilder nebeneinander: draußen Protest, Polizeiketten und umfassende Absperrungen, in der Kirche eine Einladung zu Frieden und Zusammenhalt. Der Gegensatz zwischen den beiden Schauplätzen machte diesen Sonntag besonders bemerkenswert.
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