Metalltechniker
Mädchen in der Technik

Melanie Wallner (17) ist Lehrling (Metalltechnik, Hauptmodul: Werkzeugbauttechnik) im zweiten Lehrjahr. | Foto: Haidlmair
  • Melanie Wallner (17) ist Lehrling (Metalltechnik, Hauptmodul: Werkzeugbauttechnik) im zweiten Lehrjahr.
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Melanie Wallner (17) hat sich für den Beruf des Werkzeugbautechnikers entschieden. Sie ist im zweiten Lehrjahr bei der Firma Haidlmair in Nußbach. Sie stellte sich den Fragen der BezirksRUndschau.

Der Beruf des Metalltechnikers ist ein eher männerdominierter Beruf. Was hat dich damals als junges Mädchen dazu bewogen diesen Karriereweg in diesem Berufsfeld einzuschlagen?
Wallner: "Mir war schon früh klar, dass ich einen technischen Beruf ausüben möchte. Es hat mich auch schon immer fasziniert, was man mit zwei Händen und dem richtigen Werkzeug alles erschaffen kann und war davon überzeugt, dieses Handwerk erlernen zu wollen."

Was hat den Ausschlag gegeben, dich bei der Firma Haidlmair zu bewerben?
"Mir war das Unternehmen schon durch meine Familie bekannt, wodurch ich viel Positives über die Firma hörte. Als ich dann meine Schnuppertage absolvierte, wusste ich, dass ich mich dieser neuen Herausforderung stellen möchte und gab auch gleich meine Bewerbung ab. Die Firma Haidlmair ist nicht nur ein weltweit führender Betrieb im Werkzeugbau, sondern auch ein sozialer Familienbetrieb, in dem man eine qualifizierte Ausbildung erhält."

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
"Mein Arbeitsalltag ist sehr vielfältig und ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Uns Lehrlingen wird von Anfang an viel zugetraut und wir arbeiten auch selbstständig an Aufträgen. Wenn es Fragen gibt, stehen uns unsere Ausbilder immer zur Verfügung und bemühen sich sehr, ihr Wissen an uns weiterzugeben. Genauso gut können wir uns jederzeit an unsere Kollegen wenden und die Aufgaben im Team erledigen."

Hast du das Gefühl, dass dein Geschlecht eine Rolle spielt in deinem täglichen Arbeitsalltag oder in der Vergangenheit gespielt hat?
"Es kann schon sein, dass man am Anfang von manchen belächelt wird, da man ja 'ein Mädchen' ist. Man muss denjenigen einfach zeigen, dass du das mindestens genauso kannst. Warum denn auch nicht? Solange dich das, was du machst interessiert, bist du meistens automatisch gut darin. In der heutigen Zeit sollte das Geschlecht nichts mehr über dein Können aussagen. Im Großen und Ganzen wird man aber von allen Seiten unterstützt und genauso behandelt, wie jeder andere."

Was schätzt du an deinem Lehrberuf und deinem Ausbildungsbetrieb, was gefällt dir vielleicht nicht so?
"Ich finde es echt erstaunlich, was man in kurzer Zeit schon alles gelernt hat und auch anwenden kann. Man bekommt nicht nur Lehrbücher in die Hände gedrückt, deren Inhalt man dann lernen muss. Bei uns im Ausbildungszentrum heißt es 'Learning by Doing' und wir machen sehr viel praxisorientiertes Lernen. Manchmal muss man einfach selber probieren und machen, damit man versteht, wie etwas funktioniert. Mit einer Ausbildung zum Werkzeugbautechniker kann man sich auch in viele Richtungen weiterbilden und höhere Positionen erlangen."

Was sind die Pläne für deine berufliche Zukunft?
"Wenn ich ehrlich bin, weiß ich noch nicht so richtig, wo ich mich in der Zukunft sehe. Ich habe noch genug Zeit, um die Firma und die verschiedenen Abteilungen kennenzulernen und werde mich nicht unnötig unter Druck setzen. Auf jeden Fall möchte ich meine Lehre abschließen und alles Weitere wird sich dahin sicherlich in den nächsten Jahren ergeben."

Was rätst du anderen jungen Mädchen, die kurz vor der Entscheidung für ihr Berufsleben stehen und einen technischen Ausbildungsberuf ins Auge fassen?
"Wenn du dich wirklich für einen technischen Beruf interessierst, wirst du deine Entscheidung sicher nicht bereuen. Lass dir von niemanden erzählen, dass du etwas nicht kannst oder darfst, nur weil du ein Mädchen bist. Das ist kompletter Schwachsinn! Zeige allen, was du drauf hast und glaub vor allem an dich selbst. Du wirst sehen, wie du täglich mit deinen Aufgaben wächst und was du alles meistern kannst."
Haidlmair

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