Komfort der Stadt auch am Land

Das neueste Werk in Keutschach: Für Anschlusswerber ist noch bis 31. Dezember 2013 die durch das Land zugesagte 60-prozentige Förderung möglich
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  • Das neueste Werk in Keutschach: Für Anschlusswerber ist noch bis 31. Dezember 2013 die durch das Land zugesagte 60-prozentige Förderung möglich
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Etwa 550 Personen zählen bereits zu den Kunden der BC Regionalwärme GmbH, die seit 2007 Biomasseheizwerke (zwischen 200 und 2.000 kW) errichtet und betreibt. Mittlerweile sind es zwölf Werke, jedes Jahr kommen ein bis zwei hinzu.

So auch heuer: "Ab Mai bauen wir das Werk in Feistritz, am Gelände der Bären Bioenergie, auf dem gleichzeitig die Altlastensanierung durchgeführt wird. Der Standort ist super, da wir gleich vor Ort Firmen als Abnehmer haben", erklärt Geschäftsführer Johann Hafner Jun. Das Projekt ist in zwei Ausbaustufen konzipiert, es werden 65 Anschlüsse errichtet.

In Krumpendorf - dort ist ein Werk im Westen geplant (6.000 kW Anschlussleistung im Endausbau) - laufen die Verkaufserhebungen. "Wenn alles gut läuft, können wir hier im Herbst mit dem Bau beginnen", so Hafner. 130 Anschlüsse sind geplant. Weiters sollen ein Biomasse-Kompetenzzentrum und ein Schulungsheizwerk für Heizwarte ans Werk angeschlossen werden.

Werk in Ebenthal
In Feistritz und Krumpendorf investiert die BC Regionalwärme GmbH insgesamt rund 6,7 Mio. Euro. "Unser Ziel: Eine eigene, unabhängige Energieversorgung in jeder Gemeinde", so Hafner. "Wir wollen den Komfort der Stadt auch am Land bieten."

Und die Investitionen nehmen ihren Lauf: 2014 startet der Bau eines Werks in Ebenthal (Nähe Schlosspark) in ähnlicher Größe wie in Krumpendorf. 150 Objekte sollen versorgt werden. Hafner: "Gespräche laufen auch in Zell-Pfarre, doch dort muss die Gemeinde einen ansässigen Betreiber finden." Die Entfernung sei zu groß und schließlich bietet die BC Regionalwärme auch die Konzeption von schlüsselfertigen Mikronetzen für andere Betreiber als Dienstleistung. "Einige Industrieabwärme-Projekte sind auch noch geplant", so Hafner, der stolz ist, dass nahezu 100 Prozent Kärntner Firmen beim Bau der Werke beteiligt sind.

Was die Emissionen betrifft, weist Hafner auf das neueste Werk in Keutschach hin: "Das ist eine Vorzeigeanlage und von der Filtertechnik her, die über dem Stand der Technik liegt, eine der saubersten Anlagen Kärntens." In Krumpendorf werden allein 650.000 Liter Heizöl jährlich gespart (siehe unten). "Wir arbeiten mit erneuerbarem Rohstoff und modernster Technik. Die Luftgüte verbessert sich in den betroffenen Gemeinden merklich."

Zur Sache: Nahwärme in Tahlen
Projekt Feistritz: In der ersten Ausbaustufe werden die öffentlichen Gebäude und Wohnobjekte der Neuen Heimat versorgt. Das Werk ist für 2.000 kW Anschlussleistung konzipiert, 65 Anschlüsse sind geplant.

Projekt Krumpendorf: 130 Kunden wird das Biomasseheizwerk versorgen. Im Endausbau soll die Anschlussleistung 6.000 kW betragen und das ganze Ortsgebiet von Krumpendorf mit Wärme versorgen.

Projekt Ebenthal (2014): Mit der Goess KG wird derzeit die Planung durchgeführt. Das Werk für 150 Abnehmer wird mit einem Netz von 4,8 km Trasse gebaut. Die Größe wird mit jenem in Krumpendorf vergleichbar sein.

Finanzielle Sparmöglichkeit: 20 bis 30 Prozent bei Heizkosten - je nach Heizverhalten.

Beispiel Krumpendorf (Vergleich): Bekommen die 130 Abnehmer jedes Jahr eine Öllieferung, sind das 130 LKW. Das Heizwerk benötigt 80 bis 90 LKW-Lieferungen von Waldhackgut jährlich. Man ersetzt rund 650.000 Liter Heizöl pro Jahr (1,8 Tonnen CO2).

Das neueste Werk in Keutschach: Für Anschlusswerber ist noch bis 31. Dezember 2013 die durch das Land zugesagte 60-prozentige Förderung möglich
Das Projekt in Krumpendorf (Entwurf) soll noch heuer in Bau gehen
Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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