Ehrenamtlicher Einsatz
Barber Angels im Eggerheim
- Barber Angels im Einsatz: Vizepräsident Markus Assel, Barber Queens-Chefin Evelin Rakuschek mit einem hochzufriedenen Kunden
- hochgeladen von Bernhard Knaus
Markus Assel, Vizepräsident der "Barber Angel" und sieben weitere "Schneideengel" kümmerten sich um die Frisuren und Bärte Bedürftiger, bereits zum siebenten Mal im "Eggerheim".
KLAGENFURT (bk). Die „Barber Angels“ waren wieder fleißig am Werk. Diesmal schnitten acht „Schneideengel“ – unterstützt durch sechs „Orgaengel“ – armutsgefährdeten und wohnungslosen Menschen Haare und Bärte, bereits zum siebenten Mal im Caritas-Eggerheim in Klagenfurt.
Die „Barber Angels Brotherhood“ sind ein Club von Friseuren, die sich immer wieder in den Dienst der guten Sache stellen. Neben Deutschland, Schweiz, Spanien und Holland gibt es eben auch in Österreich eine Niederlassung des karitativen Vereines.
Kärntner ist Vizepräsident
Der Kärntner Markus Assel ist nicht nur Friseur und ein „Barber Angel“, sondern auch Vizepräsident der „Barber Angels Brotherhood“ in Österreich. Auf die Frage, warum man ein „Barber Angel“ wird, meinte der 43jährige Eberndorfer Friseuerstudiobetreiber: „Ich hatte eine Zeit, da ist es mir persönlich gar nicht gut gegangen. Und gerade in dieser schwierigen Zeit waren es die Familie und – für mich doch überraschend – fremde Menschen, die mir beigestanden sind. Als es mit mir wieder aufwärts gegangen ist, entschloss ich mich, etwas von dieser Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe zurück zu geben.“ Er wollte den Dienst am Nächsten gleich mit seinem erlernten Beruf verknüpfen und nahm Kontakt mit den „Barber Angels“ auf. Und seit damals wird als Dienst am Nächsten geschnitten, gestutzt und gestylt.
"Schneideengel" und "Orgaengel"
Die Österreich-Niederlassung des Vereines umfasst zurzeit 50 Mitglieder, davon sind rund 35 Mitglieder „Schneideengel“, also Friseurinnen und Friseure. Die weiteren Mitglieder helfen bei der Organisation, bei der Umsetzung von Aktionen, beim Spendensammeln uvm. und werden "Orgaengel" genannt.
Sie finanzieren ihre Einsätze immer aus der eigenen Tasche. Für die Bedürftigen jedoch sind die Einsätze aber komplett kostenlos. Und nicht nur das, denn sie bekommen nach getaner Arbeit auch noch ein Geschenk mit auf den Weg. In der kalten Jahreszeit sind das neben Pflegeprodukten auch noch Kälteschutzcremen, Schlafsäcke und wärmende Oberbekleidung. Um die Kulinarik kümmerte sich dieses Mal Otto Partl, während Gordon Kelz mit seinem „Gordon’s Café der Nächstenliebe“ immer wieder für die süßen Überraschungen sorgt.
„Die ganzen Produkte sind Spenden“, so Kerstin Distler, verantwortlich für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, „von verschiedenen Firmen, bei denen wir immer wieder anfragen. Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn Firmen schon von sich aus unsere karitative Arbeit unterstützen würden.“
Dass das Engagement der „Barber Angels“ gut ankommt, merkt man schon am äußerst regen Zulauf. Viele der Kunden sind von der ersten Stunde an dabei und bereits Stammkunden. Und so kommt es, dass manche der Stammkunden freiwillig etwas länger warten, da "ihr" Wunschfriseur gerade besetzt ist.
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