Das Leben mit Down-Syndrom

<f>Nina Feichter</f> und ihr dreijähriger Sohn Oskar meistern ihren Alltag mit Down-Syndrom und sind glücklich
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Am Donnerstag, 21. März, ist wieder Welt-Down-Syndrom-Tag.

ST. VEIT, KLAGENFURT (lmw). Am Donnerstag ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Der dreijährige Oskar aus St. Veit hat das Down-Syndrom und seine Mutter Nina Feichter möchte die Leute sensibilisieren.

Kleiner Sonnenschein

Für Nina Feichter war es nie ein Problem, dass ihr Sohn das Down-Syndrom hat. "Ich bin sehr glücklich mit meinem Sohn und unser Leben ist genauso schön wie andere Leben auch, nur ein wenig anders. Manchmal bunter und schräger", erzählt die Mutter. Oskar sei ein kleiner Sonnenschein und immer am Lächeln. Feichter erlebt das Down-Syndrom nicht als Behinderung, sondern "als andersartige Begabung". Nina Feichter wurde auch schon mit negativen Kommentaren bezüglich des Down-Syndroms ihres Sohnes konfrontiert, aber davon lässt sie sich nicht unterkriegen: "Am meisten starren die Leute uns immer an, weil sie zunächst irritiert sind. Aber wenn ich den Blick erwidere, dann bekomme ich immer ein Lächeln."

Aufklärung

Feichter ist für Aufklärung: "Es ist wichtig, dass man weiß, wie das Leben mit Down-Syndrom aussehen kann und dass man reale und offene Aufklärung bekommt." Diese offene Aufklärung können, laut Feichter, am besten betroffene Eltern bieten. Sie steht Eltern jederzeit für Fragen zur Verfügung und berät gerne: "Ich sehe es auch als meine Aufgabe, Aufklärung zu betreiben, denn ich hatte diese Hilfe nicht."

Hilfsbereitschaft

Zwei bis drei Mal im Monat setzen sich Menschen, die Fragen haben, mit der engagierten Mutter in Verbindung, rufen an oder vereinbaren persönliche Treffen. "Es ist wichtig, Fragen ehrlich und ungeschönt zu beantworten. Das wird von den Menschen sehr gut angenommen. Man bekommt dadurch Informationen, die man im Internet nicht bekommt. Mir ist wichtig, angehenden Eltern die Angst zu nehmen", will Feichter Mut machen.

Familie und Kommunikation

Oskar hat neben seiner Mama auch eine innige Bindung zu seinem Papa und die ganze Familie als Unterstützung hinter sich, die ihn von Anfang an voll Liebe aufgenommen haben. "Wir haben eine große Familie mit ganz viel Energie. Ich will den Alltag für Oskar so schön wie möglich gestalten, denn er hat nur eine Kindheit", sagt Feichter. Oskar ist sozial sehr kompetent, nur das Kommunizieren ist ein wenig schwer, denn er verständigt sich über Gebärden-unterstützte Kommunikation. "Seit eineinhalb Jahren verwendet er die Gebärden. Er spricht auch einzelne Wörter, aber sonst redet er in seiner eigenen Sprache. Aber wir haben eine Kommunikationsform gefunden."

Zur Sache:

Kampagne: Nina Feichter startete im Vorjahr zum Welt-Down-Syndrom-Tag eine Kampagne, um die Menschen zu sensibilisieren und aufmerksam zu machen. "Wenn ich will, dass mein Sohn in der Mitte der Gesellschaft angenommen wird, dann muss ich ihn auch in die Mitte der Gesellschaft stellen", sagt Feichter.

Provokant: Die Mutter veröffentlichte ein Plakat, auf dem ihr Sohn Oskar zu sehen ist, mit dem Spruch "Schau nit so blöd! Ich könnte auch dein Sohn sein". Sie gestaltete es absichtlich provokant, damit die Leute wirklich wachgerüttelt werden. Es lagen Flyer und Plakate in St. Veit auf und innerhalb von 30 Stunden wurde dieses Bild 13.000 Mal auf Facebook geteilt und zum Selbstläufer. "Ich hätte nie gedacht, dass mein Vorhaben so ein Erfolg wird", blickt Feichter zurück. Noch heute hängen ihre Plakate im Elki in Klagenfurt und von Kärnten bis Wien an den Wänden. Feichter bekam sehr viele positive Reaktionen auf das Plakat und wird immer wieder darauf angesprochen.

Appell: Nina Feichter wünscht sich, dass die Ausgrenzung jeglicher Randgruppen endet: "Es sollte wieder in die Herzen der Kinder geblickt werden, denn diese haben ein unglaublich großes Herz und so viel Liebe zu geben. Das ist es, worum es gehen sollte: um die Liebe, das Mitgefühl und das Sich-nahe-Stehen."

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Nina Feichter und ihr Sohn Oskar

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Autor:

Lisa Marie Werner aus Klagenfurt

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