Ein Netzwerk unter Gleichgesinnten feiert Geburtstag

BFC-Chefin Daniela Stein feiert den zwölften Geburtstag des Netzwerks
  • BFC-Chefin Daniela Stein feiert den zwölften Geburtstag des Netzwerks
  • Foto: KK/BFC
  • hochgeladen von Katja Kogler

Am Donnerstag feiert das Businessfrauencenter Kärnten den zwölften Geburstag.
Geschäftsführerin Daniela Stein über die Nachfrage an Frauennetzwerken und warum immer mehr Männer Gefallen daran finden.

WOCHE: Was bringt es Frauen, sich in Netzwerken wie dem BFC zu engagieren?
DANIELA STEIN: Wir bieten den Frauen sämtliche Angebote, die dazu beitragen, um im Job erfolgreich zu sein. Gerade die Themen Neue Medien und Frauen in Führungspositionen erhalten große Aufmerksamkeit. Auch die Vernetztung untereinander ist ein wesentlicher Punkt. Wir wollen in Kärnten zeigen, dass wir innovativ sind, dass wir gestalten können und überpolitisch arbeiten können.

Frauennetzwerke boomen weltweit - Wie erklären Sie sich diese massive Nachfrage?
Ich denke, dass ein einziges Frauennetzwerk nicht alles abdecken kann. Gerade junge Frauen schätzen den Austausch unter Gleichgesinnten. Frauen und ihre Netzwerke wollen die Welt ein Stückchen besser machen. Das heißt nicht, dass wir alles Männliche abwerten wollen, doch Frauen
bieten den Zusatz. Alleine ist man oft machtlos – in einer Gruppe ist es leichter. Frauennetzwerke werden auch zunehmend ein wichtiger Partner für die Wirtschaft sein, die unsere Gesellschaft auf neue Wege begleitet.

Viele denken dabei wahrscheinlich an ein sogenanntes „Emanzen-Getue“. Wie sehen Sie das?
Das denke ich nicht. Entscheidungsträger in Kärnten respektieren und schätzen unsere Arbeit und gerade viele junge Männer sind an unserem Netzwerk sehr interessiert. Ich finde es traurig, wenn Frauen sich entschuldigen müssen, wenn sie sagen, dass sie Feministinnen sind. Wir brauchen prinzipiell Diversität in allen Gremien und Unternehmen.

Gibt es in Kärnten Bezirke, wo Frauen mehr Hilfe benötigen als die Frauen in anderen Bezirken?
Es kommt immer auf die Menschen an, die in den Bezirken arbeiten. Wir haben sehr viele engagierte Frauen und erkennen aber auch regionale Unterschiede. Wir sind seit fast fünf Jahren in den Bezirken und arbeiten konsequenter und fokussierter.

Haben sich die Thematiken in den letzten Jahren verändert?
Durchaus, denn heute müssen wir nicht mehr am Selbstbewusstsein der Frauen arbeiten. Die Frauen im BFC sind bereits selbstbewusst und gebildet. Jetzt wollen wir die Frauen mobilisieren, sich für wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen zu engagieren.

Wo drückt Frauen am häufigsten der Schuh?
Frauen fehlt häufig die sinnerfüllte Arbeit. Die Frauen wollen nicht nur Leistungsträgerinnen sein, sondern sie wollen gestalten und Verantwortung übernehmen.

Wie schätzen Sie die Zukunft ein? Gibt es einen Wertewandel?
Wir gehen in ein neues Zeitalter, das zeigt schon allein der große Zuspruch der jungen Männer an unserem Frauennetzwerk. Ich glaube, dass die Menschen für Veränderungen bereit sind, die Unternehmen hinken aber noch nach und sind noch starr. Sie erkennen den Wertewandel noch nicht. Weder Frau noch Mann sind heute bereit alles für die Karriere zu opfern; aber sie wollen einen Beitrag leisten.

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