KLAGENFURTER Leben
Er plante den Lendkanal
- Heimatforscher Reinhold Gasper hat jahrelang zum Ursprung des Lendkanals geforscht – erfolgreich.
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Heimatforscher Reinhold Gasper beschäftigte sich jahrelang mit der Suche nach dem Namen des „Lendkanal-Errichters“. Er war erfolgreich.
Im Jahr 1518 schenkte Kaiser Maximilian die abgebrannte Stadt Klagenfurt den Landesständen mit verschiedenen Auflagen, unter anderem die Festung gegen die Türken und Venezianer auszubauen. „Es ging um die Gesamtplanung des vier Kilometer langen Kanals vom See zur Stadt, den fast 3,5 Kilometer langen Stadtgraben, den drei Kilometer langen Abfluss zur Sattnitz, den 1,2 Kilometer langen Feuerbach und die Trinkwasserleitung von den Sattnitzquellen drei Kilometer lang in die Stadt“, so Gasper. Die Suche war erfolgreich, denn man beauftragte den bekannten Jagd- und Fischereimeister des Grafen Peter Wok von Rosenberg, Josef Štêpânek Netolizcky aus Wittingau-Trebon, der aufgrund seiner Leistungen der geeignete Fachmann dafür war.
Bisherige Leistungen
Die Arbeiten von Štêpânek Netolizcky konnten sich sehen lassen, so baute er unter anderem neun jeweils viele Hektar große und 37 kleinere Fischteiche, verband alle mit einem 45 Kilometer langen Kanal, der die Abwässer der Teiche ab- und Frischwasser zuführte. Der sogenannte Goldkanal ist seit 500 Jahren in Verwendung. Zudem beteiligte er sich an der Verstärkung der Befestigung der Rosenbergischen Stadt Wittingau-Trebon und errichtete einige Bürgerhäuser. 1519 wurde er vom Grafen von Rosenberg aus der Leibeigenschaft entlassen und war als freier Unternehmer tätig, daher bekam er auch den Auftrag in Klagenfurt.
Der Lendkanal-Errichter
„Die einzige Quelle, die auf den böhmischen Fachmann und auf die Geschichte der Stadt Klagenfurt hinweist, sind, weil viele Urkunden verbrannt sind, die sogenannten Knittelverse des Paul Kheppitz, von denen es weit über tausend gibt. Darin findet man Berichte über Erdbeben, Heuschreckenplagen uvm.. Im Knittelvers von 1527 werden zwei böhmische Teichbaumeister erwähnt, dieser einzigen Spur ging ich nach und aufgrund der Leistung sagt mir die Logik, dass nur Štêpânek Netolizcky gemeint sein kann, der die Neustadt in den Grundzügen plante. Zusammenfassend: Ein Böhme erstellte den wichtigen Grundplan, italienische Baumeister planten und bauten vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert die Stadt“, so Gasper abschließend.
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