Valentinstag: Rituale halten die Liebe wach

Andrea Nagele schwört auf gemeinsame Projekte mit dem Partner
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  • Foto: Barbara Essl
  • hochgeladen von Christian Lehner

KLAGENFURT. (chl). Als Psychotherapeutin bietet Andrea Nagele auch Paar- und Beziehungstherapien an, kennt die Bedeutung des Valentinstages und verrät ein paar Geheimnisse einer guten Partnerschaft.
„Rituale wie etwa der Valentinstag sind wichtig für eine Beziehung“, sagt Nagele. „Rituale sind etwas Gutes, weil sie etwas am Leben erhalten, was mit Tradition und Erinnerung zu tun hat. Aber: Rituale können sich auch negativ auswirken, wenn sie zu zwanghaftem Verhalten führen."

Anbandeln digital & analog

Veränderungen zu früher ortet Nagele beim "Anbandeln". "Die Art und Weise des Herangehens hat sich durch die digitale Welt geändert, durch Facebook, Partnerbörsen und Co."
Interessant dabei sei, dass sich auch viele ältere Menschen über Partnerbörsen finden, was sie sowohl in ihrer Praxis als auch im Freundeskreis beobachten kann.
Bei einem Flirt senden für Nagele Augen und Mund nach wie vor die wichtigsten Signale aus: „Ein Flirt gehört zum Leben, weil er die körpereigenen Erholungs- und Entspannungsgefühle, die Endorphine auslöst. Schließlich wir jeder gerne angelächelt, wenn der Tag grau und nebelverhangen ist.“

Respektvoller Umgang

Für eine dauerhafte Beziehung braucht es ein paar Grundvoraussetzungen wie etwa Achtsamkeit und respektvollen Umgang. „Schwächen des Partner erhebt man nicht automatisch zum Kriegsschauplatz, sondern man sieht mit einer bestimmten Großzügigkeit darüber hinweg. Und man wirft einander nicht Wörter an den Kopf, die einem ungefiltert durch den Kopf schwirren.“
Belebt wird eine Beziehung durch gemeinsame Projekte, etwa eine Reise oder auch nur gemeinsam essen zu gehen. „Gemeinsame Projekte haben mit Lebensqualität zu tun hat. Dies muss aber nicht immer mit Konsum verbunden sein: Man kann auch ein Buch zusammen lesen und erzählt sich, was man darüber denkt.“

Freiräume zugestehen

Nicht zu vergessen: dem anderen Freiraum einräumen. „Das heißt auch, die eigene Eifersucht, seine Unsicherheit und das Misstrauen unter Kontrolle zu haben. Aber auch wenn das nicht gelingt, darf man dem Partner nicht den Atem nehmen, indem man ihm andere Verabredungen verbietet, sei es mit Freunden auf den Fußballplatz zu gehen oder mit Freundinnen einen Trip nach Udine zu machen."

Neuer Krimi

Nagele selbst ist seit 36 Jahren mit ihrem Lebenspartner und Ehemann Günther zusammen. Die Autorin präsentiert schon demnächst ihren siebten Krimi, den neuen (und dritten) Grado-Krimi „Grado im Nebel“.
Buchpräsentation am 7. März, 19 Uhr, in der Buchhandlung Heyn in Klagenfurt (Kramergasse 2-4, www.heyn.at).

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