Zwischen Bäumen und Büro

Derzeit sind die Berge nur im Hintergrund: Der passionierte Bergsteiger Michael Johann tritt für die Grünen als Spitzenkandidat für den Wahlkreis 1 an
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  • Foto: Gernot Gleiss
  • hochgeladen von Verena Polzer

KLAGENFURT/LAND. Seine Bergschuhe hat Michael Johann, der Spitzenkandidat der Grünen für den Wahlkreis 1, derzeit im Schrank verstaut. Auch für seine anderen Hobbys, das Skitourengehen und Reisen, findet der Politiker aktuell kaum Zeit. Die privaten Gespräche mit Gattin Ewa drehen sich derzeit ebenso vorwiegend um Politik. "Ewa ist der wichtigste Rückhalt für mich", so Johann, der sich seit seiner Schulzeit für die Umwelt interessiert und einsetzt.

Als Aktivist am Mohovce-Kühlturm

Sechs Jahre war er auch Campainer bei Greenpeace. Seine spektakulärste Aktion war das Aufhängen eines Riesen-Transparentes auf einem Kühlturm des Atomkraftwerkes Mohovce. "Wir haben Stunden gebraucht, bis wir damit hinaufgeklettert sind. Der Werkschutz war dann auch nicht gerade zimperlich", verrät Johann.
Jetzt, für seinen Wahlkreis, liegt Johann vor allem der Ausbau der S-Bahn, Busse sowie eine bessere Taktung und Verschränkung mit dem Umland am Herzen. "Auch Mobilitätsknotenpunkte müssen ausgebaut und vor allem attraktiver werden", sagt er. Sprich: Mit Radabstellplätzen, interaktiven Fahrplananzeigen, etc. In der Stadt sei schon einiges an Basis vorhanden, ein großes Manko ortet Johann aber in der Strukturierung der öffentlichen Verkehrsmittel: "Die Stadt ist nicht beim Verkehrsverbund und somit ist die Abstimmung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am Land eine große Herausforderung. Diese zusammenzuführen, wäre sehr wichtig."
Zur Verbesserung des Verkehrsflusses hat Johann einen weiteren Vorschlag für die Landeshauptstadt: "Eine eigene Busspur, zumindest in Stoßzeiten in Betrieb, würde den Verkehr beschleunigen. Die Breite der Straßen wäre nahezu überall gegeben." Die Erhaltung der freien Seezugänge sowie eine Reduktion der Appartementbauten sind ebenso wesentliche Anliegen.

Zuerst die Bäume, dann das Büro

Johanns Tag beginnt stets um 5.30 Uhr. "Denn um sieben beginnt schon die Waldarbeit", sagt der studierte Forstwirt, "davor studiere ich noch die Medien, damit ich immer auf dem neuesten Stand bin." Ab dem späten Vormittag legt Johann den Forstwirt ab und schlüpft in die Rolle des Politikers. "Wobei heute durch die Digitalität alles leichter und auch miteinander verschränkt ist", sagt er.
Deshalb stuft er auch die Social-Media-Arbeit als immer wichtiger ein. "Es bietet die Möglichkeit, direkt eine persönliche Meinung zu äußern, aber auch den Menschen hinter der Politik zu zeigen. Gleichzeitig ist es ein gutes Instrument um anhand der Likes zu unterschiedlichsten Themen auf Facebook festzustellen, was den Menschen wichtig ist." Und, so setzt Johann lachend nach: "Der Fischotter ist zur Zeit sehr beliebt. Geht es nach den Facebook-Likes, hätten wir da sozusagen gewonnen."

Alles zur Landtagswahl findet ihr unter www.meinbezirk.at/ltw18ktn

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