In Ferlach
Kärnten ermöglicht als erster ganzjähriges Eistraining

Große Freude gibt es bei allen Beteiligten und bei den Kids
5Bilder
  • Große Freude gibt es bei allen Beteiligten und bei den Kids
  • Foto: MeinBezirk.at
  • hochgeladen von Lukas Moser

Ein in Österreich einzigartiges Pilotprojekt startet in Kärnten. In der Eissporthalle Ferlach gibt es erstmals an 365 Tagen Trainingsmöglichkeiten für Eishockey-, Kunsteislauf-, Eisschnelllauf- und Parahockey-Sportlerinnen und Sportler. Zusätzlich wird es für die Eissport-Begeisterten und Sportler stark vergünstigte Eintrittspreise geben.

FERLACH. Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser stellte heute das Projekt mit Landessportdirektor Arno Arthofer, Bürgermeister Ingo Appe, Mario Kulnig, Geschäftsführer der HTC-Eissport GmbH, Günther Ropatsch und Stefan Oberdorfer vom EHV und dem Eislaufverbands-Präsidenten Markus Petschacher in Ferlach der Öffentlichkeit vor. Es ließ sich auch Kärntens Eisschnelllauf-Spitzenathletin Vanessa Herzog nicht nehmen, bei der Präsentation anwesend zu sein und auf die Wichtigkeit der Trainingsmöglichkeiten hinzuweisen, die sie auch selbst in der Eishalle nun nützt.

"Österreichweit einzigartig"

"Dies ist ein einzigartiges Angebot in Österreich. Kärnten ist ein Sportland und es ist unsere Aufgabe, für alle Sportlerinnen und Sportlern im Breiten-, Nachwuchs- und Spitzensport beste Rahmenbedingungen zu schaffen. Kärntens Spitzensportler liefern weit über die Grenzen hinaus bei Europawettbewerben, Weltmeisterschaften oder bei Olympia ihre Bestleistungen. Eine Grundlage dafür sind die infrastrukturellen Einrichtungen diverser Sportarten", betonte Kaiser bei der Pressekonferenz und verweist auf Vorbilder wie Vanessa Herzog, die Carinthian Steelers im Bereich Parahockey oder die Traditionsvereine KAC und VSV.

Soll für alle erschwinglich sein

Von Mai bis September wird die Eishalle in Ferlach den Sportlerinnen und Sportlern nun auch im Sommer zur Verfügung stehen - an Stelle der 140 Euro für die vorgesehene Zeitspanne, sind lediglich 40 Euro zu bezahlen. Drei Stunden pro Woche stehen den Vereinen für ihr Training zur Verfügung. "Ein weiterer Aspekt: Jede Nachwuchssportlerin, jeder Nachwuchssportler sollte die gleichen Voraussetzungen haben, jedem Kind sollte der Zugang zu Sporteinrichtungen ermöglicht werden. Hier ist zudem die gesamte Breite des Eissports zu sehen", so Kaiser. Gerade die Pandemie habe die Wichtigkeit des Sports und der Bewegung aufgezeigt.

Arthofer zeigt sich begeistert

Arno Arthofer, der die Anwesenden begrüßte, fasste zusammen: "Hier schließt sich ein Kreis im Sinne des Sports: Vereine, Verbände, Schulen, Infrastruktur – mit dem Projekt in Ferlach haben wir ein Ganzjahresangebot, das vor allem die Begeisterung der Jugend für eine Sportart aufrechterhält", so Arthofer.

Auch Hotel wird hinzugebaut

Bürgermeister Ingo Appe dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses "Bauprojekt in eineinhalb Jahren Bauzeit umgesetzt werden konnte und das mit der Ergänzung durch ein Hotel, das sich noch in Bau befindet, das Sport- und Übernachtungsangebot in der Sportstadt Ferlach wesentlich erweitert." Schon jetzt sei die Eishalle, die mit 1. Mai in Betrieb ging, gut austelastet.

Auch Paraeissport hat nun Heimstätte

Mario Kulnig hob als Geschäftsführer vor allem den Vorteil für die Nachwuchsarbeit im Eissport durch das Ganzjahresangebot hervor. "Nun wird es leichter, die Begeisterung der Jugendlichen für den Eissport auch über die Sommermonate aufrecht zu erhalten, sie werden weniger in andere Sportarten abwandern." Stefan Oberdorfer dankte ebenso allen Beteiligten, dass nun auch der Paraeissport eine Heimstätte finden habe können, die alle Voraussetzungen für die Ausübung des Sports mitbringe, wie etwa die eigenen Unterbringungsmöglichkeiten für Sportgeräte.

Bereits zehn Vereine nehmen teil

Markus Petschacher und Günther Ropatsch zeigten sich erfreut, dass die Mannschaften und Sportler nun in den Sommermonaten nicht mehr in andere Bundesländer oder Staaten ausweichen müssen und hier vor Ort in Kärnten trainieren können - vor allem die Nachwuchsarbeit werde erleichtert. Zum aktuellen Zeitpunkt nehmen bereits zehn Vereine an der Aktion teil. Der Kärntner Eishockeyverband alleine zählt derzeit 49 Vereine mit 77 Mannschaften und über 2.100 aktive Spieler und Spielerinnen.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.