Schwerpunkt Lehre
Vom Schlosser-Lehrling zum „Global Player“

Robert Kanduth: In einer kleinen Garage hat alles begonnen
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Begonnen hat alles mit einer Schlosser-Lehre in Klagenfurt. Heute ist der Industrielle Robert Kanduth federführend beteiligt an über 30 Firmen auf der ganzen Welt.

ST. MARTIN AM TECHELSBERG, ST. VEIT. „Handwerk hat golden Boden“, beginnt Robert Kanduth das Gespräch und dabei beginnen seine Augen vor Begeisterung zu leuchten. „Was früher galt, gilt heute noch viel mehr!“ Der hemdsärmelige Großindustrielle aus St. Martin am Techelsberg ist wohl selbst das beste Beispiel dafür. Heute ist Kanduth nicht nur Chef von „Green-one-Tec“, dem weltweit führenden Produzenten von thermischen Solarkollektoren mit Standort in St. Veit , sondern ein echter „Global Player“ mit Beteiligung an über 30 erfolgreichen Unternehmen auf dem ganzen Globus.

Am Anfang stand die Schlosserlehre

„Meine Eltern hätten sich das gar nicht leisten können, daher war für mich der Besuch einer weiterführenden Schule oder gar ein Studium völlig ausgeschlossen.“ Die Schulzeit war also mit dem Abschluss der Hauptschule und dem Besuch des Polytechnischen Lehrganges beendet. Die Stelle als Schlosser-Lehrling bei der Firma Laggler in Klagenfurt hat sich der umtriebige Techelsberger selber organisiert. „Der Werkstoff Metall hat mich schon immer fasziniert.“
Freilich waren die Bedingungen damals noch gravierend anders. „Von Techelsberg bin ich jeden Tag mit Bus, Zug und wieder Bus zu meiner Arbeitsstelle gefahren und natürlich wieder zurück. Vier Stunden bin ich täglich nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln gesessen.“ 812 Schilling betrug sein erstes Lehrlingsgehalt. „Eine Monatskarte hat damals 550 Schilling gekostet, zusätzlich habe ich 150 Schilling Kostgeld an meine Mutter bezahlt, viel ist da nicht mehr übrig geblieben.“ Und dennoch war damit der Anfang der Erfolgsgeschichte geschrieben.


Karriere mit Lehre

Nach dem Ende seiner Lehrzeit und dem Ablegen der Gesellenprüfung fand Kanduth seine erste Arbeitsstelle als Mechaniker bei Phillips in Klagenfurt. „Ich habe immer ein Ziel vor Augen gehabt, auf das ich hingearbeitet habe.“ Somit war sein nächster logischer Karriereschritt das erfolgreiche Ablegen der Meisterprüfung mit erst 22 Jahren. Bereits sieben Jahre später wagte Kanduth den Sprung in die Selbstständigkeit und gründete seine erste Firma in einer kleinen Garage in Pischeldorf. „Damals habe ich 300 Stunden im Monat gearbeitet.“ Im Jahr 1994 übersiedelte er mit seiner Solarkollektoren-Produktion mit bereits sechs Mitarbeitern nach Ebenthal, um 2001 in den Industriepark nach St. Veit zu wechseln, damals noch als „Kanduth Energietechnik Umwelt“.


Mit einer Lehre zu neuen Chancen

„Heute gibt es mit einer Lehre keine Grenzen mehr nach oben“, begeistert sich der Multi-Unternehmer. „Ein Lehrling kann heute mit Fachwissen, Engagement und Einsatzbereitschaft wirklich alles erreichen.“ Auch das Image der Lehre ist laut Kanduth inzwischen enorm gestiegen. „Heute ist der Meister einem Bachelor gleichgestellt. Ich würde allen Eltern heute dringend empfehlen, für die Sprösslinge konkret eine Lehre in Betracht zu ziehen. Nicht jeder muss auf die Universität. Die Job- und Aufstiegschancen sind nach dem Abschluss einer Lehre enorm gestiegen.“ Robert Kanduth ist selber Vater von fünf Kindern, von denen vier noch vor der Entscheidung stehen, welchen Weg sie nach der Grundschule einschlagen werden. „Auch meine Kinder werden sich bald darüber im Klaren sein müssen, was nach der Grundschule passiert. Ich werde jedem einzelnen von ihnen eine Lehre empfehlen.“

Robert Kanduth: In einer kleinen Garage hat alles begonnen
Robert Kanduth: Vom Schlosser-Lehrling zum erfolgreichen Multi-Unternehmer

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