07.10.2014, 09:00 Uhr

Im Barbershop dreht sich alles um Männer

Vor zwei Jahren gründete Johann Glaser den einzigen Barbershop Kärntens (Foto: Peham)
Johann Glaser setzt in seinem Geschäft in Klagenfurt auf Bärte und Rasuren.
eva-maria.peham@woche.at


INNENSTADT. Johann Glaser betreibt in Klagenfurt den einzigen Barbershop Kärntnes – und das mit Erfolg.
"1973 wurde ich zum Barbier ausgebildet", erinnert sich Glaser. Auch sein Vater war schon Friseur. 1958 erfolgte die Gründung des ersten Friseurgeschäftes, das der 56-Jährige vom Vater übernommen und noch heute in Pörtschach hat. Der Halbitaliener ist ein Meister seines Fachs und sammelte internationale Berufserfahrung in Paris, München, Bern oder Zagreb.

Neustart vor zwei Jahren

Vor zwei Jahren eröffnete er zusätzlich den Barbershop und startete mit damals 54 Jahren noch einmal durch.
Die Damenbranche sei ihm einfach zu langweilig geworden. "Die Männer wurden haartechnisch gesehen viel zu lange vernachlässigt, das wollte ich ändern", meint Glaser. Er wollte etwas Spezielles für den Mann schaffen. "Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele Männer keinen Termin vereinbaren, sondern spontan zum Friseur gehen wollen", ist Glaser überzeugt. Daher sei bei ihm auch keine Terminvereinbarung nötig.

Bier und Flipper

Auch längere Öffnungszeiten bis 20 Uhr werden von seinen Kunden sehr gut angenommen. "Ein Kunde ist bei uns durchschnittlich 20 bis 30 Minuten bei uns im Geschäft", so Glaser. Fällt einmal eine Wartezeit an, bietet Glaser seinen Kunden ein gratis Bier an. "Außerdem haben wir einen Flipper-Automaten und ein Kartenspiel zum Zeitvertreib."

Macho-Trend

Der Trend gehe hin zum "Macho-Mann", "was die Optik betrifft." Mann trage wieder vermehrt Bart, sagt Glaser. Dadurch trete das Metrosexuelle, "das längere Zeit modern war, wieder in den Hintergrund."
Neben Haare schneiden und der Bartpflege führt das Team des Barbershop jede Woche rund 20 Rasuren durch. "Haarfarben sind bei Männern übrigens gar nicht gefragt", fügt Glaser hinzu.

Starkes Team

Vor zwei Jahren fing Glaser mit nur einer Mitarbeiterin an. Mittlerweile ist das Team des Barbershop auf drei weibliche Barbiere angewachsen. "Ohne gute Mitarbeiterinnen, die sich laufend weiterbilden und dieselbe Vision wie ich haben, würde das Geschäft nicht so gut laufen", so Glaser.
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