Klosterneuburg baute Hochbehälter Kollersteig für 2,3 Millionen Euro aus

Der neue Hochbehälter
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KLOSTERNEUBURG (pa). Die Arbeiten am neuen Trinkwasserbehälter sind fast abgeschlossen, es stehen nur noch die inneren Kammern sowie eine gründliche Reinigung auf dem Programm. In zwei Wochen soll er seinen Betrieb aufnehmen. Der Hochbehälter Kollersteig verteilt seit 1929 verlässlich sein Trinkwasser an die Bevölkerung, viele Leitungen stammen noch aus dieser Zeit. Nach 88 Jahren musste nun nachgerüstet werden. Direkt neben dem historischen Hochbehälter wurde ein zweiter, doppelt so großer Behälter errichtet. Mit diesem wird das Fassungsvermögen von 500 m3 Wasser auf 1.500 m3 ausgebaut, damit ist man für mindestens die nächsten sechzig Jahre gerüstet.

Die Arbeiten dauern insgesamt noch bis Herbst, da auch drei Kilometer Leitungen saniert, eine neue Stiege errichtet und die Straße wiederhergestellt werden.

Daten & Fakten zur Klosterneuburger Wasserversorgung

- Klosterneuburg ist auch bei großer Hitze bestens mit Trinkwasser versorgt. Mit 8 Brunnen, 17 Hochbehältern und 275 Kilometern Wasserleitung hat Klosterneuburg eines der besten und sichersten Versorgungsnetze des Landes.

- Alle Brunnen liegen im Augebiet und beziehen das Trinkwasser aus einem eiszeitlichen, unterirdischen Begleitstrom der Donau.

- An Spitzentagen hat die gesamte Stadtgemeinde Klosterneuburg einen Wasserbedarf von 15 Millionen Litern.

- Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, Klosterneuburg muss keinerlei Chemie zusetzen (lediglich Schutzchlorierung aufgrund der Hochwassergefahr) – im Gegensatz zu Gemeinden, die von landwirtschaftlichen Gebieten und Ackerbau umgeben sind. Klosterneuburg kann daher im Vergleich sehr niedrige Nitratwerte vorweisen.

- Rund 150 Proben werden im Jahr durch eine autorisierte Untersuchungsanstalt gezogen, durchschnittlich alle zweieinhalb Tage eine Probe.

- Klosterneuburg besitzt ein ausgeklügeltes, zuverlässiges Wasserleitungsnetz – bei einer sehr herausfordernden Topographie: Die hügelige Landschaft, vor allem aber die drei langgestreckten Täler bedingen eine aufwändige Infrastruktur.

Unter dem 24-Stunden-Notruf unter Tel. 02243 / 444-333 stehen die Mitarbeiter der Klosterneuburger Wasserversorgung rund um die Uhr bereit. Auffälligkeiten und Rohrbrüche im öffentlichen Netz können hier gemeldet werden. Nach einem Rohrbruch wird die Versorgung innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt.

Autor:

Marion Pertschy aus Klosterneuburg

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