Fahrräder aus Bambusrohr

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Alexander Berger und Matthias Schmidt haben eine Marktlücke entdeckt: Fahrräder aus Bambus. In Purkersdorf haben sie Österreichs erstes Fachgeschäft gegründet.
PURKERSDORF. Seit über 100 Jahren wird Bambus im Fahrradbau verwendet. Bereits 1893 wurden in London die ersten Bambusräder hergestellt und auch in Österreich gab es Ende des 19. Jahrhunderts solche Fahrräder zu bewundern. Ab 1896 wurden sie eine Zeit lang in Ferlach produziert. Doch dann verschwanden sie wieder vom heimischen Markt.

Wieder aufgegriffen
Die beiden Rad-Enthusiasten Alexander Berger und Matthias Schmidt haben den Baustoff nun reaktiviert. Matthias Schmidt erklärt: „Dabei handelt es sich um ein natürliches Faserverbundmaterial, das im Hinblick auf Gewicht und Steifigkeit mit Aluminium vergleichbar ist. Obendrein schaffen unsere Räder aus Bambus ein gutes Gefühl, da wir beim Bezug der Rahmen aus Ghana auf Fair Trade und Nachhaltigkeit achten.“

Erstes Geschäft
In Purkersdorf haben die beiden nun ein Fachgeschäft eröffnet. Zwei Modelle werden dort verkauft: Ein Standardrad namens „Boorie“, das über eine Rennrad-Geometrie und acht Gänge verfügt, sowie ein Citybike ohne Gangschaltung. Zusätzlich werden Workshops für Hobby-Bastler angeboten. Diese haben dort die Möglichkeit ihr eigenes Bambus-Fahrrad zu konstruieren.

Lob von Wirtschaftslandesrätin
Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ist von der Idee begeistert: „Dieses Beispiel beweist, dass man auch mit Ideen, die es schon einmal gegeben hat, wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Man muss sie nur zum richtigen Zeitpunkt neu beleben.“

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