12.10.2017, 13:31 Uhr

Kalender: Papier ist nicht out

Christian Schallenberg, Geschäftsführer der Spillerner "Kalendermacher", weiß: Der Papierkalender hat Bestand.

Sie ordnen unser Leben. Es gibt sie in Papierform und mittlerweile auch online – Kalender.

BEZIRK KORNEUBURG / SPILLERN. Von 13. bis 21. Oktober 2017 ist die Woche des Kalenders. Doch wie viele Menschen haben noch einen aus Papier in der Tasche? Die Bezirksblätter Korneuburg fragten nach und spürten das Herz der Kalenderproduktion im Bezirk Korneuburg auf – das Spillerner Unternehmen "Kalendermacher".

Papier auch in Zukunft

Ein Fingertipp auf’s App genügt und schon ist der Kalender auf dem Smartphone. Viele benutzen mittlerweile die elektronische Version. Ist ja auch praktisch, denn das Handy ist immer dabei.
Dass das Speichern der eigenen Termine in Cloud & Co. jedoch noch lange nicht den guten alten Papierkalender ablösen wird, davon ist man in Spillern überzeugt. "Wir überlegen seit 15 Jahren, wie lange es den Kalender in seiner Papierform noch geben wird. Und unsere Erfahrung zeigt: Ein Ende zeichnet sich in keiner Weise ab", erzählt Christian Schallenberg, Geschäftsführer von Kalendermacher. Rund zehn Millionen Kalender pro Jahr, die in Spillern in Auftrag gegeben werden, geben dieser Annahme Recht.

Papier "bleibt"

Die Frage, ob Schallenberg selbst einen Kalender in Papierform benutzt, ist eigentlich überflüssig. "Für mich hat ein Kalender eine Art Archivfunktion. Ich tippe meine Termine zwar auch ins Handy, aber das macht mich oft wahnsinnig", lacht Schallenberg. "Ich notiere mir gerne etwas zu meinen Terminen und da ist mir das Papier einfach lieber. Außerdem, das Handy wird ausgewechselt, aber die Kalender liegen dann immer noch in meinem Schreibtisch."

Immer in der Tasche

Eine, die ihren Kalender immer in der Tasche hat, ist auch Korneuburgs Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser. Sie bleibt dem Papier treu. "Ich habe immer einen in A5-Format, der passt gut in die Handtasche. Außerdem geht es für mich einfach schneller, einen Termin auf Papier zu notieren und oft auch Bemerkungen und Notizen festzuhalten." Und manchmal, erzählt Fuchs-Moser mit einem Schmunzeln, "bekomme ich zu Weihnachten ein ganz besonders schönes Exemplar geschenkt."
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