IMC-Krems-Studie
KI spart bis zu 20 Prozent Arbeitszeit
- Foto: IMC Krems
- hochgeladen von Marion Edlinger
Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) kann Beschäftigten in Österreich bis zu 20 Prozent Arbeitszeit ersparen. Gleichzeitig bleiben große Potenziale noch ungenutzt. Das zeigt eine aktuelle Studie der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems, an der über 1.000 Arbeitnehmer:innen aus ganz Österreich teilgenommen haben.
KREMS. Im zweiten Halbjahr 2025 wurden Büromitarbeiter:innen österreichweit zu ihren Erfahrungen mit GenAI-Anwendungen wie ChatGPT oder Perplexity befragt. Die Auswertung umfasst 1.016 vollständige Datensätze aus unterschiedlichen Branchen. Rund 60 Prozent der Befragten arbeiten in KMU, etwa 40 Prozent in größeren Unternehmen.
Ein zentrales Ergebnis
Mehr als 70 Prozent der Beschäftigten nutzen generative KI erst seit weniger als einem Jahr und stehen damit noch am Anfang der Lernkurve. Entsprechend werden derzeit nur rund 30 Prozent der möglichen Produktivitätspotenziale ausgeschöpft.
Jede fünfte befragte Person gibt an, durch GenAI vier bis acht Stunden pro Woche einzusparen, das entspricht bis zu 20 Prozent einer 40-Stunden-Woche. Die gewonnene Zeit kommt überwiegend den Unternehmen zugute, denn über 60 Prozent investieren sie wieder in ihre Arbeit, etwa durch das Erledigen zusätzlicher Aufgaben, schnellere Reaktionszeiten oder höherwertige Tätigkeiten. Nur rund ein Viertel nutzt die Zeit für persönliche Zwecke.
Die Studie zeigt auch
Produktivitätsgewinne entstehen nicht automatisch. Gezielte Investitionen in Schulungen und geeignete Rahmenbedingungen sind notwendig, um die bislang ungenutzten Potenziale zu heben.
Das Forschungsprojekt „KI-Potenzial in KMU“ wird vom Land Niederösterreich gefördert. Projektpartner sind unter anderem das Haus der Digitalisierung, die Wirtschaftskammer Niederösterreich und das IT-Unternehmen MBIT. Geleitet wird das Projekt von IMC-Professor Michael Bartz gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam.
Mitmachen weiter möglich
Der Einstieg in die Studie ist weiterhin möglich. Mitarbeiter:innen und Führungskräfte sind eingeladen, im ersten Schritt den Online-Fragebogen auszufüllen:
HIER geht es zur Umfrage.
Anfragen an Studienleiter Prof. Michael Bartz: michael.bartz@imc.ac.at.
Das könnte dich auch interessieren:
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.