Eltern in Sorge um Kremser Schule
„Nicht menschlich, wie mit uns umgegangen wird“
- „Wir reden hier davon, dass weinende Kinder heimkommen und Angst haben, dass ihre Schule abgerissen wird“, so Florian-Alexander König (Vorsitzender des Elternvereins)
- Foto: Elternverein der Praxisvolksschule Krems
- hochgeladen von Christoph Fuchs
Die Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) ist vor einiger Zeit nach St. Pölten abgewandert. Das Land Niederösterreich interessiert sich für das vorherige Areal in Krems - ein Pflegecluster soll dort entstehen. Doch vor Ort befindet sich noch die Praxisvolksschule mit rund 200 Schülerinnen und Schülern. Florian-Alexander König, Vorsitzender des Elternvereins, wünscht sich Klarheit über den Fortbestand der Volksschule.
KREMS. Die Eltern der Kinder fühlen sich im Stich gelassen - es herrscht Ungewissheit. Laut ORF NÖ würden die Verhandlungen zwischen der Diözese St. Pölten (derzeitige Grundstückseigentümerin) und dem Land Niederösterreich noch laufen. Das Land habe sich „intensiv mit dem Erwerb und den Nutzungsmöglichkeiten beschäftigt“. Eine Detailplanung könne aber „noch Monate bis Jahre“ dauern. Andrea Pinz von der Erzdiözese Wien, betont das „große Interesse“, die Schule weiterzuführen.
Angst und Tränen unter den Kindern
Dem Schulerhalter wurden über die Direktion seitens des Elternvereins ein Katalog mit 13 Fragen am 6. Oktober übermittelt. Die Antwort der Schulamtsleitung der Diözese St. Pölten sei, dass bis Ende November Klarheit herrschen wird, wie und ob es mit der Schule weitergeht. Das ist den Eltern der betroffenen Kinder zu wenig. „Die Zuständigen müssen jetzt die Karten endlich auf den Tisch legen“, so Florian-Alexander König, Vorsitzender des Elternvereins. Im MeinBezirk-Telefonat bekräftigt er: „Es ist nicht menschlich, wie mit uns umgegangen wird.“
- Hoffnung auf Klarheit im November: Noch heißt es bangen für die Kinder der Praxisvolksschule.
- Foto: Elternverein der Praxisvolksschule Krems
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Das Thema gehe demnach auch nicht an den Kindern spurlos vorüber: „Wir reden hier davon, dass weinende Kinder heimkommen und Angst haben, dass ihre Schule abgerissen wird.“ Der Elternverein wünscht sich Klarheit und möchte eingebunden werden. Denn König hält viel von dem Konzept - der Mehrwert, den die Schule bringt, sei laut ihm erhaltungswürdig. Die engagierten Eltern würden gerne in Schulmaterialien investieren, würde die Zukunft nicht ungewiss sein.
- Der Elternverein der Schule wünscht sich, stärker in den Dialog aufgenommen zu werden.
- Foto: Elternverein der Praxisvolksschule Krems
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Wirbel in der Politik
Auch in der Politik schlägt die ungewisse Zukunft der Schule hohe Wellen. ÖVP-Vizebürgermeister Florian Kamleitner übt Kritik an SPÖ-Bürgermeister Peter Molnar und FPÖ-Bildungsstadtrat Martin Zöhrer und wirft ihnen Untätigkeit vor. Diese wiederum weisen die Vorwürfe zurück und verweisen auf Gespräche mit Land und Diözese sowie Konzepte für eine mögliche Schließung und wünschen sich ebenfalls Klarheit. Von der „politischen Schlammschlacht“ möchte sich der Elternverein distanzieren, stellt sich aber gerne in der Diskussion zur Verfügung. „Wir laden gerne zu einem runden Tisch ein“, so König.
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