Gföhl
Neujahrsempfang der Gföhler Wirtschaft aktiv

Das Team der Gföhler Wirtschaft aktiv (v.l.): Kassier Günter Szing, Obmann-Stv. Ulrike Huber, Obmann Richard Reiter, Schriftführerin Monika Knödlstorfer, Kassier-Stv. Eva Wimmer, Schriftführer-Stv. Gerald Mayerhofer.
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  • Das Team der Gföhler Wirtschaft aktiv (v.l.): Kassier Günter Szing, Obmann-Stv. Ulrike Huber, Obmann Richard Reiter, Schriftführerin Monika Knödlstorfer, Kassier-Stv. Eva Wimmer, Schriftführer-Stv. Gerald Mayerhofer.
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Die Gföhler Wirtschaft aktiv lud in Kooperation mit der Stadtgemeinde Gföhl zum Neujahrsempfang im Stadtsaal. In vier Gesprächsrunden, moderiert von Gerald Mayerhofer, wurde auf gemeinsame Projekte zurückgeblickt und über zukünftige Ziele diskutiert.

GFÖHL (kapi). Den Verein "Gföhler Wirtschaft aktiv" gibt es seit mittlerweile fast 24 Jahren und er zählt über 60 Mitgliedsbetriebe. In Kooperation mit der Stadtgemeinde wurden bereits viele Aktivitäten auf die Beine gestellt, die bis über die Gemeindegrenzen hinaus Zuspruch fanden. "Der Rückblick auf vergangene gemeinsame Projekte zeigt, wie gut diese Zusammenarbeit zwischen Stadtgemeinde und Wirtschaft funktioniert", betont Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger. 

Bündelung der Kräfte

Vereins-Obmann Richard Reiter und Kassier Günter Szing sind der Ansicht, dass eine "Bündelung der Kräfte von Wirtschaft und Gemeinde" wichtig und sinnvoll ist. Die vielen gemeinsamen Veranstaltungen sind schon über die Region hinaus bekannt und für die Mitgliedsbetriebe des Netzwerks tun sich dadurch viele Möglichkeiten auf, sich zu präsentieren und neue Kunden zu gewinnen. 

Auch für 2020 sind wieder viele Aktivitäten geplant: Die Muttertagsaktion im Rahmen des Wochenmarktes, Primavera Tage, Trödelmarkt & Straßenfest sowie ein Berufsinformationstag in der Neuen Mittelschule (NMS) Gföhl, gefolgt von den Hausmessen und dem "Weihnachten der Sinne". Wirtschafts-Stadtrat Franz Holzer betonte auch die Wichtigkeit dieser Veranstaltungen für die Stadtkernbelebung. Der Trödelmarkt beispielsweise lockt mit über 60 Ausstellern jährlich rund 2.500 Besucher aus Nah und Fern in die Stadt. 

Der Verein ist auch digital gut aufgestellt: Die Homepage wurde 2019 umgestellt und auf der Facebook-Seite werden laufend Unternehmer und Neuigkeiten einer breiten Masse präsentiert. Somit können auch kleine Betriebe, die werbemäßig nicht so gut aufgestellt sind, mitgezogen werden. Vier mal im Jahr erscheint zudem die gemeinsame Zeitung Treffpunkt Gföhl.

"Um unseren Zusammenhalt werden wir mehr als beneidet in der Region",

so Obmann-Stellvertreterin Ulrike Huber.

Bildung ein wichtiger Faktor

In den Gesprächsrunden wurde auch die Wichtigkeit des Bildungsangebotes in der Gemeinde für die Wirtschaft diskutiert. Im Gemeindegebiet gibt es 206 Betriebe auf 215 Standorten, davon sind 15 Lehrbetriebe, die jährlich rund 40 Lehrlinge ausbilden. Gföhler Schüler seien als Lehrlinge sehr begehrt und die NMS bzw. die Polytechnische Schule pflegen gute Kontakte zur Wirtschaft. Aktuell besuchen 236 Kinder die NMS, Tendenz steigend.

Um die Schüler besser mit regionalen Betrieben zu vernetzten, liegen in der Schule Listen mit Unternehmen auf, die Lehrlinge suchen. "Die heutigen Schüler sind unsere Arbeitnehmer von morgen und eine gute Ausbildung ist sehr wichtig", betont Richard Reiter.

Herausforderungen durch Online-Handel

In Zeiten des Online-Handels stehen viele Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Richard Reiter meint, dass man im Internet vielleicht billiger kauft, jedoch nicht die Qualität und das Service wie in einem regionalen Betrieb bekommt:

"Unsere kleinen Betriebe zeichnen sich aus durch persönliches Service, Handschlagqualität, individuelle Beratung sowie Qualität der Dienstleistungen und die Bereitschaft, auch außerhalb der Öffnungszeiten für ihre Kunden da zu sein."

Ulrike Huber sieht das ähnlich: "Unser regionaler Fachhandel steht für Qualität, Kompetenz und Service, die das Internet nicht ersetzen kann. Er fördert zwischenmenschliche Beziehungen und er tritt natürlich auch als Ausbilder und Arbeitgeber auf."
Laut Statistik gehen die Zahlen in Gföhl zwar leicht nach unten, Stadtrat Franz Holzer sieht dem aber gelassen entgegen: "Der Vorteil in Gföhl ist der breite Branchenmix und die Mischung aus Klein- und Mittelbetrieben. Damit können wir dem Rückgang gut entgegenhalten", so Holzer. 

Ziele für 2020

Die Ziele der Gföhler Wirtschaft aktiv für 2020 sind einerseits die Stärkung des Vereines und die Gewinnung neuer Mitglieder als auch die Forcierung der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und die Schließung von Partnerschaften. Kassier-Stellvertreterin Eva Wimmer fügt hinzu, dass man zudem mehr Branchen nach Gföhl bringen will. Laut Bürgermeisterin Etzenberger sind auch schon einige Betriebsgrundstücke verkauft worden.

Autor:

Katrin Pilz aus Krems

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