08.03.2017, 08:31 Uhr

So verstehe ich meinen Vierbeiner

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"Ein Hund ist wie ein Mensch: Er lernt bis zum Sterben", weiß Hundetrainerin Sonja Grohs und zeigt wie.


BEZIRK KREMS. Im zweiten Teil der Bezirksblätter-Serie "Mein bester Freund" zeigen wir gängige Missverständnisse auf, versuchen das Haustier zu verstehen und schnuppern in die Erziehung.

Sonja Grohs aus Gföhl ist Hundetrainerin mit viel Liebe zu den Vierbeinern. Unter dem Titel "Hundekult" unterstützt sie Frauchen, Herrchen und Hund im Coaching, eine gesunde Beziehung aufzubauen. "Meine Trainings laufen absolut gewaltfrei gegenüber Mensch und Tier ab", schickt Sonja Grohs voraus. "Ich arbeite mit positiver Bestätigung." Schon im Erstgespräch, wenn die Hundetrainerin Mensch und Tier kennenlernt, werden manche Ursachen von Problemen für sie deutlich. Dann wird ein Trainingsplan ausgearbeitet.

Training muss individuell sein

"Ich arbeite mit einem Trainingstagebuch, in dem die Ziele festgelegt werden: Wo will ich hin." Daraus wird ersichtlich, wo die Erfolge liegen und welche Methoden nicht so gut greifen. Das ist wichtig für die Individualität.
"Ich selbst habe drei Hunde, die alle drei komplett unterschiedlich sind. Einer macht bei Übungen sofort begeistert mit, der andere schaut erst drei Monate nur zu und kann es später plötzlich besser als alle anderen", erzählt Grohs.

Verschiedene Rassen haben auch verschiedene Charaktere, wobei es auch innerhalb einer Rasse verschiedene Temperamente gibt. Zum Beispiel verwundere der momentane Modehund "Magyar Viszla" den einen oder anderen Besitzer, weil er die Nase dauernd auf den Boden hält. "Dabei ist er darauf gezüchtet, Fährten aufzunehmen", appelliert Sonja Grohs an Hundebesitzer, sich genau über Eigenheiten einer Rasse zu informieren. Vermeintlicher Ungehorsam sei in den meisten Fällen anerzogen. "Gebe ich einem Welpen einen alten Schuh zum Kauen, darf ich mich nicht wundern, wenn er auch andere Schuhe ruiniert." Ein Hund könne nicht zwischen alt und neu unterscheiden.

Ein Muss: konkrete Regeln

Genauso sei es, wenn ein Herrchen einem Welpen erlaube, an ihm hochzuspringen und dies noch durch Loben und Streicheln bestärkt. Er wird nicht verstehen, warum es als Ausgewachsener nicht mehr erwünscht ist.
Es sei auch kontraproduktiv, den allzu laut kläffenden Hund anzuschreien. Grohs: "Unbewusst bestätige ich ihn, indem ich mitbrülle."
Gewalt beginne meist dort, wo Wissen aufhöre, weiß die Hundetrainerin, und diese ist ein NO-GO! Am besten sei es, dem Hund so früh wie möglich genaue Regeln und Grenzen aufzuzeigen, damit er nicht irritiert ist. Und beim Üben gilt: So häufig wie möglich und mit viel Liebe.


Vortrag "Stimmungsübertragung beim Hund" am 8. April um 18 Uhr, Körnermarkt 3, 3542 Gföhl. Anmeldung unter: hundekult@icloud.com; Telefon: 0676/6054246
Das Tierheim Krems bietet ein Einsteiger-Seminar für Spaziergänger (Teil 1): 16. und 23. April 2017

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