13.10.2016, 16:53 Uhr

Waldviertler Rallye Club bei der Herbst Rallye am 08.10.2016

Der Waldviertler Rallye Club (WRC) konnte bei der Herbst Rallye im Raum Dobersberg nur mit 2 Teams an den Start gehen. Der Nissan 350Z von Harald Ruiner und Gerhard Giese wurde nach deren Abflug bei der Liezen Rallye nicht rechtzeitig fertig. Die Herbst Rallye war auch das Finale der Austrian Rallye Challenge (ARC) und der Austrian Rallye Trophy (ART). Insgesamt waren 67 Teams am Start.

Markus Kroneder und Harald Zehetbauer konnten mit ihrem neuem Arbeitsgerät an den Start gehen. Nachdem die beiden einen heftigen Abflug mit ihrem Renault Clio bei der Rallye Weiz hatten, setzen sie jetzt einen komplett neu aufgebauten Mitsubishi Lancer Evo V (Klasse 7.2, ART) ein (Danke Franz Sonnleitner!). Wie gewohnt waren auch Willy Jankowski und Ramona Charvat in ihrem weißen Renault Clio (Klasse 7.3, ARC) am Start und sie wollten endlich die Zielflagge sehen.

Bei gutem Rallye-Wetter starteten die Teams des WRC in die 9 Sonderprügungen, die zu einem Großteil auf alten Semperit-Rallye-Sonderprüfungen ausgetragen wurden. Das bedeutete auch, dass es auf dieser Asphalt-Rallye einen Schotteranteil von 22% gab.


Mitsubishi Lancer Evo V

Markus Kroneder/Harald Zehetbauer gingen sehr verhalten in die ersten Sonderprüfungen. Vor der Rallye konnten sie mit dem neuen Evo gerade einmal 15 Minuten testen und daher war die Rallye als erster großer Test angelegt. Dementsprechend waren auch die Zeiten am Vormittag. Vorsichtig tasten sie sich bei den ersten beiden Sonderprüfungen an die Brems- und Einlenkpunkte heran und fuhren die Waldpassagen defensiv. Beim 2. Ringerl loteten sie die Grenzen weiter aus und dementsprechend wurden ihre Zeiten besser.

Am Nachmittag konnten die beiden das potential ihres Autos schon besser ausspielen und - ohne es wirklich zu wollen - erreichten sie auf SP5 bereits eine 15. Gesamtzeit. Im Laufe des Nachmittags kamen sie mit dem ungewohnten Allradantrieb und der höheren Leistung immer besser zurecht. Das führte auch schon zu einigen spektakulären Szenen und Begeisterung bei den zahlreichen Zusehern.

Die letzte Sonderprüfung wurde im Dynamite Offroad Park als Rundkurs gefahren. Vor einer tollen Kulisse zeigten Kroneder/Zehetbauer ihr Potential auf Schotter und fuhren zum Abschluss eine 12. Gesamtzeit.

Bei der Herbst Rallye konnten Kroneder/Zehetbauer mehr erreichen, als sie gedacht hatten. Markus Kroneder: „Wir fühlen uns extrem wohl in unserem neuen Evo. Die Umstellung von Front- auf Allradantrieb ist zwar sehr groß, aber die Richtung stimmt. Wir werden weiter hart trainieren und möchten im Laufe des nächsten Jahres mit ein paar guten Ergebnissen aufzeigen.“

Zum Schluß konnten sich die beiden über den 16. Gesamtrang und den 8. Platz in der Klasse 7.2 freuen.

Willy Jankowski/Ramona Charvat - Renault Clio (Klasse 7.3, 12 Starter)
Für Willy Jankowski und Ramona Charvat gab es für die Herbst Rallye nur ein Ziel: ins Ziel zu kommen! 2016 waren sie bereits bei 4 Rallyes am Start und kamen aufgrund diverser Umstände nicht ins Ziel.

Jankwoski/Charvat starteten beherzt in die Rallye und konnten sofort die Zuseher mit ihrer spektakulären Fahrweise begeistern. Jedoch war im Hinterkopf die Zielankunft fest verankert und darum fuhren sie nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen, sondern immer auf ankommen. In ihrer stark besetzten Klasse 7.3 setzten sie sich im Mittelfeld fest.

Im Mittagsservice war wieder Aufregung, weil Geräusche von der Halbachse zu hören waren. Gemeinsam machte man sich schnell daran, den Fehler zu finden. Die beiden lagen zu Mittag dem 34. Gesamtrang und Platz 5 in der Klasse 7.3.

Am Nachmittag fuhren Jankowski/Charvat noch ein wenig vorsichtiger, damit ja nichts passiert. Sie zeigten aber weiter, welch großes Potential sie haben und fuhren weiter tolle Zeiten um Gesamtrang 30 und in der Klasse um Rang 6.

Auf der letzten Sonderprüfung auf Schotter zeigten sie mit Platz 5 in der Klasse aber noch einmal, dass in der Klasse 7.3 nächste Jahr mit ihnen zu rechnen ist.

Willy Jankowski: „Die Rallye hat sehr Spaß gemacht. Umso länger die Rallye ging, umso mehr hörte ich in unser Auto hinein und ich habe dann auch alles Mögliche gehört, was gar nicht da war. Wir sind überglücklich, dass Ziel erreicht und endlich gepunktet zu haben. So kann es weiter gehen!"

Am Ende konnten sie sich über den 29. Gesamtrang und Platz 6 in der Klasse 7.3 freuen.

Der Waldviertler Rallye Club bedankt sich bei allen Sponsoren, Familien und Freunden!


Austrian Rallye Challenge (ARC) und Austrian Rallye Trophy (ART) - Endergebnis aus Sicht des Waldviertler Rallye Clubs
ARC:
Markus Kroneder: Platz 6
Harald Zehetbauer: Platz 6

Willy Jankowski: Platz 26
Ramona Charvat: Platz 29

ART:
Harald Ruiner: Platz 8
Gerhard Giese: Platz 8

Markus Kroneder: Platz 14
Harald Zehetbauer: Platz 15


Nach der Rallye ist vor der Rallye. Der Waldviertler Rallye Club wird mit 3 Teams bei der Waldviertel Rallye am 18./19. November am Start gehen.
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