13.09.2016, 11:01 Uhr

Weltbeste Revoluzer

Alois Heindl, Thomas Staar, Stefan Topf, Christoph Staar (v.l.n.r.) vom MCR haben es geschafft: Beim vierten Anlauf holten sie beim Traktorrennen in Reingers den Weltmeistertitel. Aber was noch wichtiger ist: Sie zeigten, was Zusammenhalt und Begeisterung für eine Sache wert sind.

Sie holten den Weltmeistertitel in den Bezirk Krems. Doch für die MCR-Truppe gilt: Weiterzangeln!

MORITZREITH. Es begann alles 2010, als eine junge Burschengruppe, die sehr viel Begeisterung für Autos und Traktoren aufbringen konnte, die Idee zu einem Verein hatte. Da sie sich nicht auf eine bestimme Marke bei den Gefährten festlegen wollten, kam es zu dem Entschluss, den Verein einfach als Motor Club Revolution - kurz MCR- zu bezeichnen. In diesen Club trifft man also sämtliche Fahrzeuge an. Angefangen von Autos über Motorräder bishin zu Oltimer-Traktoren.

Jährliches Programm

Neben Auto- und Motorradausfahrten stehen auch jährlich Traktortreffen sowie mehrtägige Traktorausfahrten auf dem Programm. Der Besuch des Formel-eins-Rennens in Spielberg sowie die Teilnahme an Seilziehwettbewerben gehört ebenfals dazu.
Die WM in Reingers ist Fixtermin im Kalender des MCR. Vor ca. 5 Jahren entwickelte es sich, gemeinsam einen Renntraktor zu bauen und damit in Reingers bei der 24-Stunden-Oltimer-Traktoren-WM um das Goldene Hanfballt mitzuduckern. Aber ein Traktor war nicht genug, ein zweiter musste her. So kam es, dass zwei Jahre später "der große Bruder", mit viel Liebe zum Detail, gefertigt wurde.

Die WM 2016

Sie nennen sich Motorclub Revolution und machen ihrem Namen alle Ehre. Denn seit kurzem sind die Moritzreither Motor-Tausendsassas Weltmeister im Landstrecken-Oldtimer-Traktorfahren der Klasse B2. Spaziergang war es keiner, diesen Titel zu holen. Klar, ging es doch um´s Fahren. Doch damit nicht genug: Alleine das Material der beiden MCR-Traktoren ist 20.000 Euro wert. Das wirklich Besondere sind die Liebe und Zuwendung, mit welcher die Truppe ihre beiden Steyrs zu dem gemacht hatte, womit sie auf der Rennstrecke 80 Konkurrenten davonfuhr: Fünf bis zehn Leute arbeiteten über sechs Monate je fünf Wochenstunden. 1.000 Stunden flossen in jeden der beiden Renntraktoren.

Weltmeister trotz Schaden

Wie gut das Rennfahrer-Mechaniker-Team zusammenspielt, zeigte sich während des großen Rennens. 40 Minuten mussten sie an einem Kupplungschaden laborieren, trotzdem holten sie den Weltmeistertitel von Reingers nach Moritzreith. In der Gesamtwertung erreichten sie den stolzen 8. Platz.
Und hätten sie nicht die eine oder andere Strafminute kassiert, dann wären sie wohl keine Revoluzer.

Die MCR-Renntraktoren:

• Der Steyr 188 - BJ 1962 brettert mit 70 km/h auf die Piste.
• Der Steyr 288 - BJ 1963 würde einen heißen 130er hergeben - nur gilt beim Rennen als Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.

Fotoabend

Am Samstag, den 12. November 2016 findet im Gasthaus Staar in Moritzreith ein Fotoabend statt, andem nochmals durch das Rennwochende geführt wird. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Weitere Infos zu den Veranstaltungen und zum Verein unter: https://www.facebook.com/Motor-Club-Revolution-113611681982872/?ref=ts&fref=ts
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