Mary erholt sich im Kindergarten Mariastein

Die kleine Mary mit ihrer Mutter Abigail, Elisabeth Cerwenka, ihrem Vertrauten Samuel und Kindergarten-Leiterin Verena Puchleitner.
4Bilder
  • Die kleine Mary mit ihrer Mutter Abigail, Elisabeth Cerwenka, ihrem Vertrauten Samuel und Kindergarten-Leiterin Verena Puchleitner.
  • Foto: Nageler
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

BEZIRK (red). Elisabeth Cerwenka hat im Rahmen ihres Engagements in Ghana Marys Fall bekanntlich in die Hand genommen. Das Mädchen hatte vor zwei Jahren bei einem Feuerunfall schwere Verbrennungen erlitten und konnte in Ghana nur notdürftig versorgt werden, da der Familie das nötige Geld für die Behandlung fehlt. Folge: Im Bereich des gesamten Unterbauches hatte sich eine harte Narbenplatte gebildet, die stark schmerzte und das Mädchen schwer behinderte. „Für mich war sofort klar, dass effektive Hilfe nur möglich war, wenn man unsere medizinischen Standards zur Verfügung hat“, berichtet Cerwenka. Heißt: Mary und ihre Mama mussten nach Tirol gebracht werden.

Doch die Organisation der Reise wurde zum Albtraum, denn es folgte ein nervenzermürbender Hürdenlauf, um die benötigten Visa für die drei zu bekommen. Kurze Zeit schien es sogar, als müsste die ganze Aktion daran scheitern. Aber Elisabeth Cerwenka gab nicht auf, setzte alle Hebel in Bewegung und schaffte es schließlich: Am 31. August ist die kleine Mary in Begleitung ihrer Mutter Abigail und Cerwenkas Vertrautem Samuel in Salzburg gelandet. Von dort ging´s in Ronald McDonald-Haus nach Innsbruck, wo die Familie für die nächsten Wochen eine Bleibe fand.

Erfolgreiche Operation

Am 5. September dann der OP-Termin an der Innsbrucker Klinik. Mary wurde von einem Team rund um Prof. Dr. Pierer und Evi Morandi operiert, die Ärzte entfernten das vernarbte Gewebe und ersetzten es durch transplantierte Haut vom Oberschenkel. Nach bangen Tagen dann die Gewissheit: „Die OP war ein voller Erfolg, ein zweiter Eingriff ist nicht notwendig“, freut sich Cerwenka.

Dank an die vielen Spender

Die größte finanzielle Sorge war zu diesem Zeitpunkt schon geklärt: Ein Wörgler Arzt hat sich bereit erklärt, die Kosten für die Operation zu übernehmen. „Diese belaufen sich letztlich auf 16.280 Euro, und wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal bei der Arztfamilie für diese großartige Hilfe herzlichst bedanken. Ohne sie hätte Mary diese Chance nicht gehabt!“ sagt Cerwenka. Ein Danke geht auch an die vielen privaten Spender, die die Aktion unterstützt haben, und besonders an den Kiwanis-Club, der sich vor kurzem mit einer Spende von 5.850 Euro eingestellt hat.

Mittlerweile haben sich die Dinge hervorragend entwickelt. „Mary konnte vor der OP kaum gehen, jetzt kann sie laufen, sie springt und hüpft umher und kann sich ohne Schmerzen bewegen. Sie ist jetzt ein wirklich fröhliches Kind, hat einen unglaublichen Bewegungsdrang und probiert einfach alles aus“, freut sich Cerwenka. Der Heilungsverlauf ist sehr gut, allerdings muss das Mädchen auch in den nächsten Monaten noch eine Kompressionshose tragen – auch im 40 Grad Celsius heißen Ghana.

Eine neue Welt...

Mittlerweile ist die Familie von Innsbruck nach Wörgl übersiedelt, wo sie im Tanzlhof aufgenommen wurde. Für Abwechslung ist gesorgt: Ein Besuch im Kindergarten Bad Häring, mit anderen Kindern herumtollen, Kekse backen, einen Schneemann bauen – Mary lernt hier eine völlig neue Welt kennen. Und zu ihrem 5. Geburtstag am 12. November gab's natürlich ein kleines Fest und Geschenke für das tapfere Mädel, das nun sogar die Möglichkeit hat, einen Kindergarten zu besuchen: Verena Puchleitner, Leiterin des Kindergartens Mariastein, hat Mary eingeladen, die Tage bis zu ihrer Abreise hier zu verbringen. Ein ganz besonderes Geschenk: Die Kleine genießt den Kontakt mit den Kindern, das früher so verschlossene Mädchen fühlt sich wohl und lebt in der Gemeinschaft richtig auf. Umso schwerer wird ihr dann allerdings der Abschied fallen, dDenn Mitte Dezember muss Mary mit ihrer Mama zurück nach Ghana, wo die beiden dann wieder in ihrer Buschhütte leben werden.

Die Kosten für die ganze Aktion werden sich übrigens auf rund 30.000 Euro belaufen. Um alles abdecken und auch künftig noch helfen zu können, lädt Elisabeth Cerwenka am kommenden Freitag, 1. Dezember, wieder zu einem großen Benefizkonzert ins Wörgl Komma.

„Spendenkonto Afrika“:  Elisabeth Cerwenka, Kto. Nr. 0101-118040, Sparkasse Wörgl, BLZ 20506 – IBAN: AT 34 2050 6001 0111 8040.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen