13.04.2017, 20:45 Uhr

Ferienexpress forschte an der Fachhochschule

Die 3D-Drucker in den Laboren der FH Kufstein sind schon bei den Kleinen ein Highlight. (Foto: FH Kufstein Tirol)

"FH 4 Kids": Warum gibt es Uhren für 60 und welche für 2.000 Euro? Und wie funktioniert eigentlich ein Stromkreislauf? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen Kufsteiner Kinder im Rahmen des Oster-Ferienexpress an der Fachhochschule.

KUFSTEIN. Dass die Kufsteiner FH aber auch für 6- bis 12-Jährige sehr viel Spannendes zu bieten hat, zeigt die "FH 4 Kids". Zum ersten Mal hat die Fachhochschule Kufstein Tirol ihre Türen für den Ferienexpress der Stadt geöffnet.

An zwei Tagen hatten Kids für jeweils vier Stunden die Möglichkeit nicht nur den Campus der FH kennen zu lernen, sie konnten sich wie richtige Studierende fühlen. Dass das Angebot auf großes Interesse gestoßen ist, zeigen die Anmeldungen: Beide Termine waren voll ausgebucht. "Kinderuni"-Aktivitäten wie diese werden auch vom Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Schule „Young Science“ begrüßt.

Wie funktioniert ein Schreibwarengeschäft?

Am Montag, dem 10. April, bekamen die Kinder einen Eindruck davon, wie ein Markt funktioniert. Im Kurs „Grundwissen Betriebswirtschaftslehre – Wie funktioniert Kaufen und Verkaufen“ brachte FH-Professor Roman Stöger den Nachwuchsstudenten zunächst Begriffe wie Nachfrage und Angebot, Käufer und Verkäufer nahe. In seiner kindgerecht aufbereiteten Präsentation ließ er sie spielerisch Marken erkennen und zeigte auf, was Kunden erwarten. In einem Beispiel zeigte er Uhren und erklärte, dass sie mehr als bloße Zeitanzeiger sein können, die schon sehr günstig zu haben sind. Schließlich gibt es auch Uhren, die als Schmuckstück oder Statussymbol getragen werden und hier sind den Preisen keine Grenzen gesetzt.
Im Anschluss an die Präsentation im Hörsaal besuchte Stöger mit den Kindern das Bücher- und Papierfachgeschäft Ögg. Inhaber Erich Ögg führte die Besucher durch Geschäft und Lager und erklärte, wie der Verkauf in seinem Geschäft funktioniert. Als Geschenk durften die Kinder bunte Stifte mit nach Hause nehmen. Die erfolgreichen und neugierigen „Studierenden“ haben im Anschluss eine Urkunde und ein Mittagessen in der Mensa erhalten.

Leuchtroboter zum Selberbauen: Strom in Theorie und Praxis

„Grundwissen Physik - Experimente zur Elektrizität“ war der Titel des zweiten Tags am 12. April. Claudia van der Vorst zeigte den Kindern im theoretischen Teil zu Beginn, was Naturwissenschaften eigentlich sind und in welche Bereiche sie sich unterteilen lassen. Im Anschluss veranschaulichte sie, was Strom ist, und dass Ladung Haare zu Berge stehen lassen kann, was die Kinder dann auch praktisch umsetzen durften.
Die kleinen Technik-Studierenden bauten einen Leuchtroboter aus Pappe und verlöteten darauf LEDs und Wiederstände. Anschließend erweckten die Kinder das Männchen mithilfe einer Batterie zum Leben. Außerdem konnten sie im WING-Labor der FH mit einem 3D-Stift zeichnen und dabei zusehen, wie ein 3D-Drucker Medaillen ausdruckte.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.