30.10.2016, 15:47 Uhr

SÖLL: 62. Bezirksbäuerinnentag

Söll: Volksschule | (wma) Trachtig ging es am Wochenende in Söll her, waren doch zum Bezirksbäuerinnentag über dreihundert Bäuerinnen aus dem Bezirk Kufstein in fescher Tracht nach Söll gekommen. Unter den Ehrengästen fanden sich u. a. Pfarrer Josef Gossner, Hausherr Bgm. Alois Horngacher (Söll), die Bürgermeister Nikolaus Manzl (Ellmau) und Christian Tschugg (Scheffau), LA Alois Margreiter, LA Barbara Schwaighofer, BH Christoph Platzgummer sowie Landwirtschaftskammer - Präsident Josef Hechenberger und Bezirkskammerobmann Johann Gwiggner. Ausgerichtet wurde der Bezirksbäuerinnentag diesmal von den Bäuerinnen des Sölllandls, dies sind die Orte Söll, Schaffau und Ellmau mit ihren Ortsbäuerinnen und der Gebietsbäuerin Maria Schweiger mit den vielen fleißigen Helferlein. Der erste Bezirksbäuerinnentag des Bezirkes Kufstein fand bereits am 7. Februar 1954 in Wörgl statt.

Nach einer Heiligen Messe die musikalisch umrahmt vom Rhythmischen Chor Söll in der Pfarrkirche Söll, zelebriert von Pfarrer Josef Gossner wurde, marschierten die Bäuerinnen in Begleitung der BMK Söll zur Volksschule wo der Turnsaal in eine festliche Aula von den Söller Bäuerinnen umdekoriert war. Nach Kaffe und Kuchen eröffnete Bezirksbäuerin Margreth Osl den 62. Bezirksbäuerinnentag der unter dem Motto "Heimat pflegen - Zukunft ernten" stand. s liegt an uns, so Margreth Osl, unsere Heimat zu pflegen, unsere Umwelt gegenüber mit Wertschätzung zu begegnen, die Gaben und Wunder der Natur anzunehmen und verantwortungsvoll mit dieser Schöpfung umzugehen. Letzten Endes geht es darum, dass wir sorgsam mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen, damit auch unsere Nachkommen eine lebenswerte Zukunft erwarten dürfen.

In ihrem Bericht zeigte die Bezirkbäuerin auf wie vielfältig um umfangreich die Tätigkeiten im letzten Jahr waren, so gab es eine Reihe von Schulungen, Seminaren und Kursbesuchen. Ein Höhepunkt war wohl der Besuch der Passionsspiele Thiersee wo auch hinter die Kulissen geblickt wurde. Mehrere Lehrfahrten standen ebenfalls auf dem Programm, eine führte die Bäuerinnen sogar in die Obersteiermark. Am Welternährungstag besuchten wir die Volksschulen, den Kindern wurde dabei auf die Wichtigkeit der bäuerlichen Naturprodukte näher gebracht und natürlich konnten sie diese auch verkosten, so die Bezirksbäuerin. Im Ausblick sind das Netzwerktreffen Regionale Produktvermarktung, der neu gegründete Unternehmerinnenstammtisch und der im April 2017 geplante Bundesbäuerinnentag in Alpbach von großer Wichtigkeit.

Das Highlight dieses Nachmittags war aber das Festreferat der weit über die Grenzen hinaus bekannten Strumerhofbäuerin aus Matrei / Osttirol, Anna Holzer, die eine "Kräuterreferat" hielt das aufzeigte wie wichtig jedes Kraut, ja jedes Unkraut aber auch jedes giftige Kräutl ist. So meinte Holzer dass lange Zeit das sprichwörtliche Gras über das alte Kräuterwissen wuchs und plötzlich ist dieses Wissen wieder in aller Munde. So sehr, dass diese Vielfalt von Kraut und Unkraut, von Rezepten und Tipps schon mehr verwirrt, als nur erstaunt und hilfreich ist.

Die Organisation Tiroler Bäuerinnen fassen sich zusammen in einer Landesbäuerin, 8 Bezirksbäuerinnen, 52 Gebietsbäuerinnen sowie in 310 Ortsbäuerinnen zusammen die unterstützt werden von der Referentin für Bäuerinnen in der LWK Tirol und den 8 Berater/Innen in den Bezirklandwirtschaftskammern. Die Schlagworte der Tiroler Bäuerinnen sind begegnen, erkennen und gestalten, die sich gliedern in soziale Verantwortung, nachhaltige Bewirtschaftung und persönliche Entfaltung. Eines steht aber ohne Umschweife fest: Die Tiroler Bäuerinnen haben viel vor und es steckt viel dahinter!
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