19.09.2014, 18:02 Uhr

WÖRGL: Die Filz - ein Naturjuwel der besonderen Art wurde mit neuen Stegen und einer Beobachtungsplattform versehen.

Wörgl: Filz | (wma) Neue Beobachtungsplattform und Stege für das Wörgler Feuchtgebiet Filz. Die Idee die Filz etwas mehr zu beleben und die alten und morschen Stege zu erneuern kam eigentlich Georg Griesser vom Stadtbauamt Wörgl. Griesser kenn Georg Gensluckner, Fachlehrer für Bau und Holz am der Polytechnischen Schule Wörgl und setzte sich damit in Verbindung, erklärte sein Anliegen und so fing alles an zu laufen. Es war schon schwierig, so Gensluckner denn so etwas und in dier Größenordnung habe wir noch nie gemacht, aber es wird schon gehen. Gesagt, getan, so hämmerten und zimmerten die 19 SchülerInnen und tüftelten da und dort. Erst musste ja ein fixer Untergrund geschaffen werden und dies wurde mit Granitblöcken erreicht. Dann begann der eigentliche Holzbau, was etwas schwierig war, da man mit keinem größeren Gerat in die Filz kann und so musste vieles vor Ort gezimmert und mit Schubkarren oder mit der Hand hinunter getragen werden. Es war für uns einfach etwas neues, bauen in der freien Natur und alle waren mit vollem Einsatz und Spaß dabei, so Gensluckner. Es wurde eigens dafür ein spezielle Holz das besonders witterungsunabhängig ist, das Holz des Robinienbaumes, verwendet, das sollte jetzt an die 50 Jahre halten, so Georg Griesser.

Am Donnerstag war es dann soweit, die Plattform und der Steg konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Hoch erfreut darüber war Wörgls Umweltreferent GR Richard Götz von den Grünen. Götz bedankte sich bei der Eröffnungsfeier bei der Filzaktivistin Maria Ringler die mit ihren Helferlein unzählige Stunden immer in die Filz investiert ob dies bei der Maht ist oder etwa beim entfernen des Springkrautes das uns große Probleme bereitet, so GR Richard Götz. Ein großer Dank geht aber an die Polytechnische Schule Wörgl unter Dir. Hannes Pirzinger und seinem Fachlehrer Georg Gensluckner, die erst dieses Projekt durch ihre Arbeit, Können und ihren Einsatz ermöglichten. Die Kosten werden vom Land Tirol und der Stadt Wörgl getragen. Das es die Filz überhaupt noch gibt, so Richard Götz, verdanken wir zum Großteil der Wörgler Ökologiegruppe die aus richtig engagierten Wörglerinnen und Wörglern besteht. Der Vertreter des Landes, Schutzgebietsbetreuer Kurt Lechner ist über die hohe Biodiversität hoch erfreut. Nur mehr wenige Gebiete des Unterinntales haben einen solchen Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Bei einer Erhebung im Jahr 2005 wurden allein 350 Schmetterlingsarten gezählt und dies dürften aber nur an die 80% des tatsächlichen Bestandes sein. Auf diesen 5 ha ist eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt zu finden. Lechner hofft dass durch diese Vielfalt auch andere Gebiete profitieren könnten und sich verschiedenste Pflanzen und Tierarten auch anderswo beheimaten. Botanisch und zoologisch ist die Filz eine Einmaligkeit des Tiroler Unterlandes und leider eines der letzten Gebiete dieser Art, so der Schutzgebietsbetreuer.

Wer durch die Filz streift findet jetzt zwei neue Holzstege, einer davon hat eine Läge von 14 Meter. Gleich am Anfang findet der Naturfreund einen Steg mit einer Beobachtungsplattform von der aus man die wundervolle Pflanzen- und Tierwelt des Wörgler Filz bewundern kann. Hölzerne Bänke gehören genau so dazu wie ein Rastplatz von dem die Eigenartigkeit eine Kraftplatzes ausgeht.
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