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Die Chefetage der Bergbahnen Serfaus-Fiss-Ladis mit lokalpolitischen Vertretern, LH Anton Mattle, der Landtagsabgeordneten Beate Scheiber und Vertretern der sozialen Einrichtungen.
Still und leise und mit einem sozialen Hintergrund startet die Sonnenplateau-Gemeinde Fiss Jahr für Jahr in die Wintersaison. Die bereits 20. Auflage der beliebten Berggala fand auch in diesem Jahr am 7. Dezember statt. Geboten wurde eine Vielzahl kulinarischer, musikalischer und künstlerischer Highlights.
(lisi). Die Berggala ist sozusagen ein „Saisonsopening der etwas anderen Art“. Dem allseits bekannten Motto „We are family“ verschreibt sich Fiss nämlich auch, wenn es um die Saisoneröffnung geht. Durch die großzügigen Spenden der Berggala-Gäste konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Hilfsprojekte unterstützt werden – in diesem Jahr kam der Erlös des Abends dem „SOS Kinderdorf“ sowie der „Samariter Wunschfahrt“ zugute. Ein weiterer Teil des Erlöses kommt wieder in den Soforthilfe-Topf der Bergbahnen Fiss-Ladis. Die Moderation des Abends übernahm die Vorarlbergerin Isabella Canaval, die unter anderem Landeshauptmann Anton Mattle, die Landtagsabgeordnete Beate Scheiber, sowie die Plateau-Bürgermeister Paul Greiter (Serfaus), Simon Schwendinger (Fiss) und Hans-Georg Pittl (Ladis) sowie rund 300 Gäste und zahlreiche Vertreter:innen unterstützender Firmen sowie der Hilfsorganisationen begrüßen durfte.
Die Plateau-Bürgermeister Hans-Georg Pittl (Ladis), Paul Greiter (Serfaus) und Simon Schwendinger (Fiss) mit LH Anton Mattle und der Landtagsabgeordneten Beate Scheiber.
„Dieser Abend steht im Zeichen des guten Zwecks – heute werden zwei Institutionen unterstützt, die sich für Menschen in schwierigen Situationen einsetzen. Beide leisten Außergewöhnliches“, hieß es in der Moderation von Isabella Canaval. Insgesamt kamen ohne die Bareinnahmen (die später noch hinzu kommen) 66.690,- Euro zusammen, die gespendet werden. Ein Teil geht an das SOS Kinderdorf in Imst, der Leiter, Christian Murer, erklärte:
„Die Herausforderungen in den Familien sind seit der Pandemie noch größer, besonders psychische Erkrankungen nehmen zu.“
Das SOS Kinderdorf feierte kürzlich sein 75-jähriges Bestehen, dabei hat sich vieles verändert, wie Christian Murer ausführte: „Hermann Gmeiner hat vor 75 Jahren das Problem erkannt, dass Waisenhäuser zu groß sind und Waisenkinder in kleineren Einheiten zusammengebracht werden müssen – heute gibt es kaum mehr Waisenkinder. Unsere Kinder werden meist von Seiten der Jugendwohlfahrt zugeteilt. Das bedeutet, dass die Kinder Eltern haben und wir ihnen auch einen Kontakt mit den Eltern ermöglichen möchten“ und:
„Unsere Aufgabe ist es, die Kinder so zu stärken, dass sie mit ihren Eltern zurecht kommen.“
Neben dem SOS Kinderdorf wurde auch die Samariter-Wunschfahrt unterstützt – diese erfüllt schwer kranken Personen in ihrer letzten Lebensphase Herzenswünsche. Die Spenden nahmen Gerhard Czappek und Therese Kirchner entgegen, sie zeigten sich beeindruckt von der Veranstaltung und erklärten, dass sie in ganz Österreich tätig sind und:
„Unsere Herausforderung ist es, dass wir stets versuchen möchten, ALLE Wunsche zu erfüllen.“
Diese können unterschiedlich sein – meistens seien es „Kleinigkeiten“, wie die beiden Vertreter der Samariter-Wunschfahrt erklärten und:
„Bei Wunschfahrten gibt’s Wunschmomente.“
Dabei führten sie ein Beispiel an - etwa, dass ein Mann einst unbedingt noch einmal das Grab seiner Mutter besuchen wollte. Als er am Grab stand, hörte es plötzlich auf zu regnen und die Sonne kam zum Vorschein.
Dass das Saisonsopening in Fiss ein etwas anderes ist, begrüßte auch der neue Geschäftsführer der Fisser Bergbahnen, Michael Schöpf:
„Wir sind privilegiert, uns geht’s gut – wir freuen uns, anderen helfen zu können“
und blickte optimistisch in die bevorstehende Wintersaison 2024/25. In dieselbe Kerbe schlug auch der Fisser Bürgermeister Simon Schwendinger, der erklärte:
„Normalerweise zählt Fiss 1.000 Einwohner, während der Hauptsaison bis zu 10.000 – das stellt auch in infrastruktureller Hinsicht eine große Herausforderung für die Gemeinde dar.“
Auch der Fisser Dorfchef appellierte dahingehend, dass Weihnachten eine Zeit sein soll, „in der auf andere geschaut wird.“ Und in der sozusagen das Helfen im Vordergrund steht. Lobende und dankende Worte kamen auch vom Landeshauptmann Anton Mattle:
„In 20 Jahren, in denen diese Charity Veranstaltung nun stattgefunden hat, wurde auf Menschen geschaut, die es schwerer im Leben haben.“
Neben musikalischen Acts trat auch die Sandkünstlerin Kathrin Weißensee auf. Zudem gab´s eine Tombola mit tollen Preisen (wie einer einwöchigen Reise für zwei Personen nach Dubai) – auch dieser Tombolaerlös kam dem guten Zweck zugute.
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