10.02.2017, 21:55 Uhr

Lawinenkurs - SAAC-Camp in der Silvretta Montafon am 04.+ 05. Februar 2017

Am Samstag Abend war in Schruns im Haus des Gastes der Theorieteil, der sehr interessant und praxisorientiert vorgetragen wurde. Man sah in Videos wie schnell sich eine Lawine, insbesondere ein Schneebrett, löst und die Reaktionszeit sehr kurz ist und selbst die Auslösung des Lawinenairbags vorher geübt werden sollte. Wichtig ist vorher die Planung der Tour bzw. der Abseitsroute mit Karten und dem täglichen Lawinenbericht unter www.lawine.at sowie die Beurteilung der Situation vor Ort. Die drei Haupteinflussfaktoren sind Hangneigung, Triebschnee / Altschnee und Lawinenwarnstufe.

Am Sonntag morgen ging es schon um kurz vor 8 Uhr los auf das Hochjoch in der Silvretta Montafon. Die Gruppe wurde auf 6 Bergführer mit je 9 Teilnehmern aufgeteilt, sodass in den Gruppen gut geübt und Praxiserfahrung gemacht werden konnte. Wir waren im Gelände und haben den durch Wind entstandenen Triebschnee beurteilt und in Kombination mit Exposition und Neigung des Hangs die günstige Abfahrtsroute besprochen. Nach der Mittagspause haben wir ein Schneeprofil gegraben um zu sehen was es für Gleitschnee-Schichten gibt und wie sich Altschnee anfühlt und auswirkt. Zum Schluss gab es dann noch die Übung zum Ernstfall mit Suche des Lawinenpieps mit Sonde und Schaufel und Messung der Dauer. Obwohl es nur eine Übung war und keine Menschen verschüttet waren, kam schon etwas das Chaos und unrationelles Handeln durch. Daran wurde für uns ersichtlich, wie wichtig es ist den Umgang mit dem LVS-Gerät und die Detailsuche inkl. Ausgraben immer wieder zu üben. Es war ein sehr gelungener Tag und vielen Dank an den SAAC und allen Sponsoren.
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