Aufregung in der Landstraße
Fragwürdige Nutzung statt Gastrobetrieb im Gemeindebau

Bilder zeigen Männer mit verschränkten Händen im Lokal. Eigentlich sollte darin ein Gastronomiebetrieb sein. | Foto: z.V.g., Collage MeinBezirk
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  • Bilder zeigen Männer mit verschränkten Händen im Lokal. Eigentlich sollte darin ein Gastronomiebetrieb sein.
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Ein unauffälliges Geschäftslokal im Gemeindebau Wildganshof sorgt für Aufsehen. Eigentlich ist das Lokal als Gastronomiebetrieb vermietet, doch offenbar wird die vertraglich vereinbarte Nutzung nicht eingehalten. Wiener Wohnen sprach deshalb eine Ermahnung aus, zudem liegen beim städtischen Unternehmen Lärmbeschwerden vor. 

WIEN/LANDSTRASSE. Man muss etwas danach suchen, aber zwischen Bäumen findet man die weiße Tür zum Geschäftslokal in der Grasbergergasse 4. Diese führt zu ebenerdigen Räumlichkeiten des Gemeindebaues Wildganshof, welche von Wiener Wohnen vermietet werden. So versteckt es auch ist, sorgt das Lokal doch für Aufsehen im Gemeindebau. 

Anrainerinnen und Anrainer wundern sich nämlich aufgrund der Nutzung der Räumlichkeiten. So würden dort religiöse Anlässe abgehalten oder Fleischspieße gelagert werden. Bilder, die der FPÖ Landstraße vorliegen, zeigen eine große Gruppe von Männern vor sowie Männer mit gefalteten Armen und geschlossenen Augen in dem Lokal.

Beschwerden wegen Lärm

All das ließ die FPÖ Landstraße in eine Anfrage einfließen, welche ebenfalls davon ausgeht, dass das Lokal eigentlich als Lager vermietet ist. Dem widerspricht wiederum ein Sprecher von Wiener Wohnen. So vermietet Wiener Wohnen die Räumlichkeiten tatsächlich als Gastronomiebetrieb.

Ein Aushang in englischer Sprache weist auf die Ruhezeiten hin.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
  • Ein Aushang in englischer Sprache weist auf die Ruhezeiten hin.
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Passenderweise liegen zu dem Objekt "mehrere Beschwerden" wegen Lärmbelästigung vor. Vermutlich weist deshalb ein selbst gedruckter Aushang neben der Tür darauf hin, dass man zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens leise sein sollte. Doch auch abseits des Lärms gibt es ein Problem mit dem Objekt. 

Wiener Wohnen ermahnt Mieter

Weder das Internet oder die Sozialen Medien noch etwaige Schilder oder Flyer weisen auf einen Gastronomiebetrieb beim Wildganshof hin. "Im Zuge einer Begehung vor Ort konnten keine Anhaltspunkte dafür festgestellt werden, dass das Lokal entsprechend der vertraglich vereinbarten Nutzung als Gastronomiebetrieb geführt wird", wundert man sich auch bei Wiener Wohnen. 

Wie ein Sprecher weiter ausführt, wurde der Mieter bereits angeschrieben und zur Einhaltung der vereinbarten Nutzung aufgefordert. In Zusammenarbeit mit der Grätzlpolizei und dem Nachbarschaftsservice "wohnpartner" sollen weitere Erhebungen durchgeführt werden. "Sollten sich Verstöße gegen die vertraglichen Vereinbarungen bestätigen", werde Wiener Wohnen weitere Schritte "prüfen und setzen", heißt es abschließend. 

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Bilder zeigen Männer mit verschränkten Händen im Lokal. Eigentlich sollte darin ein Gastronomiebetrieb sein. | Foto: z.V.g., Collage MeinBezirk
Wiener Wohnen liegen mehrere Beschwerden wegen Lärmbelästigung vor.  | Foto: z.V.g./Collage MeinBezirk
Das Geschäftslokal im Erdgeschoss sorgt für Aufsehen im Wildganshof.  | Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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