Arenberggasse 4
Landstraßer Altbau als Vorreiter für neuartige Sanierungsmethode
- Die Sanierung des Altbaus in der Arenberggasse 4 wurde kürzlich fertiggestellt.
- Foto: RENOWATE/Jakob Felsner
- hochgeladen von Luca Arztmann
Die erste "serielle Sanierung" Österreichs wurde in der Arenberggasse 4 abgeschlossen. Dank vorab fertiggestellter Fassadenteile erfolgt die Erneuerung besonders schnell und nachhaltig. Auch deshalb winkt dem verantwortlichen Unternehmen "Renowate" eine Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften.
WIEN/LANDSTRASSE. Sieben Monate ist es her, dass sich Vizekanzler Andreas Babler, der Bundesminister für Innovation Peter Hanke, die damalige Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál und Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (alle SPÖ) auf einer Baustelle der Sozialbau AG in der Arenberggasse 4 versammelten.
Nicht nur arbeitet Gaál mittlerweile bei der Sozialbau AG, sondern auch die Sanierung des Altbaus ist bereits abgeschlossen. Die sozialdemokratische Fraktion hatte sich im November 2025 eingefunden, weil beim Projekt in der Landstraße die erste "serielle Sanierung" in Österreich umgesetzt wurde.
Wärmebedarf um 85 Prozent gesenkt
So wurde die Fassade in nur wenigen Tagen erneuert. Diese Schnelligkeit ist möglich, da die Bauteile bereits vorab angefertigt und vor Ort nur noch angebracht werden müssen – ein wenig wie mit Bausteinen. Hinter der schnellen Sanierungsmethode steht das deutsch-österreichische Unternehmen Renowate, welches einen weiteren Vorteil hervorstreicht: "Die Bewohnerinnen und Bewohner der 24 Haushalte konnten während der Bauzeit in ihren Wohnungen bleiben".
- Die Fassadenteile kommen bereits fertig an ihrem neuen Standort an.
- Foto: RENOWATE/Jakob Felsner
- hochgeladen von Luca Arztmann
Das Projekt in der Arenberggasse 4 erhielt für das Konzept kürzlich eine Nominierung für den "Trigos", bei welchem "verantwortungsvolles Wirtschaften" ausgezeichnet wird. In der Kategorie "Klimaschutz" könnte das Vorzeigeprojekt bei der Preisverleihung im Oktober abstauben. Immerhin konnte der Heizwärmebedarf im Altbau dank der neuen Fassade um 85 Prozent gesenkt werden, was auch für geringere Betriebskosten sorgt.
"Wir machen mit unserem Konzept die Energiewende im Gebäudebestand einfach und schnell möglich. Die Wohnungen sind gegen Kälte im Winter und Überhitzung im Sommer deutlich resilienter“, betont Renowate-Geschäftsführer Johannes Brunn. Dafür sorgt eine sogenannte Bauteilaktivierung, die in die Fassadenteile integriert ist.
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