Fasanviertel
Grün statt Asphalt - Lösungen für einen Hitze-Hotspot

Bora Akcay, Klubobmann der Grünen Landstraße, am Hitze-Hotspot Lotte-Lang-Platz.
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  • Bora Akcay, Klubobmann der Grünen Landstraße, am Hitze-Hotspot Lotte-Lang-Platz.
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Das Fasanviertel ist einer der Hitze-Hotspots in ganz Wien und es ist klar: Lösungen müssen her.

LANDSTRASSE. "Ich liebe mein Grätzel", schwärmt Bora Akcay, Klubobmann der Grünen Landstraße. Seit Jahren lebt er im Fasanviertel. Einziger Wermutstropfen: die zunehmende Hitze, der das dicht besiedelte Grätzel ausgesetzt ist.

Erst kürzlich wurde von der Stadt eine Hitzekarte Wiens erstellt. Diese zeigt, dass vor allem das Fasanviertel davon betroffen ist. Sogenannte "coole Straßen" sollen mit Rollrasen, Topfpflanzen und Sprühduschen Abhilfe schaffen. Ein Teil dieses Pilotprojekts ist die Kleistgasse, in der auch Akcay lebt. "Ich finde es sehr positiv, was hier derzeit passiert", sagt er – und hat allerdings noch zahlreiche weitere Ideen. "Wir Grünen schreien ,Klimakrise’ ja schon seit Jahren. Dass die Erwärmung da ist, ist mittlerweile wohl jedem klar." Besonders extrem ist es, seiner Meinung nach, am Fasanplatz. "Es gibt dort absolut keine Beschattung."

Ideen für den Lotte-Lang-Platz

Auch die Aspernstraße und der Lotte-Lang-Platz machen dem Klubobmann Sorgen. Seine Ansätze: mehr Hydranten zu Wasserspendern umfunktionieren, eine Beschattung am Fasanplatz – etwa durch ein Segel –, Begrünung der Straßenbahnhaltestellen und Solarthermik auf öffentlichen Gebäuden. "Außerdem sollten wir uns bewusst werden, dass beim Thema Rad- und Fußverkehr einiges getan werden muss." Am Lotte-Lang-Platz führten die Grünen gemeinsam mit SPÖ-Bezirksrat Günther Cermak eine Ortsbesichtigung durch. "Was wir hier gerne hätten, wäre ein flächendeckendes Kronendach", so Akcay. "Und eine Beruhigung des Verkehrs, sodass ein größerer, zusammenhängender Platz entsteht." Die Wanderbaumallee der Agenda, die derzeit in der Strohgasse verweilt, sieht der grüne Klubobmann äußerst positiv.

Vier Bäume geplant

Der Bezirk zeigt sich begeistert vom Pilotprojekt Kleistgasse und will sich weiter für das Fasanviertel einsetzen. "Noch heuer werden bauliche Maßnahmen für die Pflanzung von vier Bäumen getroffen und wir schauen, welche Hydranten zu Trinkwasserhydranten umgebaut werden können", verspricht Bezirksvizin Susanne Wessely (SPÖ).

Die FPÖ hingegen kann dem Konzept wenig abgewinnen. "Nur rigorose Begrünungsmaßnahmen könnten eine Verbesserung bringen", so Klubobmann Alfred Strasser. "Sinnloser Aktionismus wie ,coole Straße’ oder ,Wanderbäume’ behandeln nur Symptome." Die ÖVP fordert Taten statt "rot-grüner Sonntagsreden": "Maßnahmen wie ein Hitzeplan, die Entsiegelung von Betonflächen, Baumpflanzungen und Vertikalbegrünungen müssen umgesetzt werden", sagt Klubobmann Georg Keri. "Da wir als Erste das Thema ,Urbane Hitzeinseln’ thematisiert haben, freuen wir uns, wenn es viel Aufmerksamkeit bekommt", meint Neos-Klubobmann Joachim Wressnig. "Es müssen also unbedingt Bäume gepflanzt oder Pflanztöpfe aufgestellt werden."

Autor:

Yvonne Brandstetter aus Penzing

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