Welterbe außer Gefahr
Wiens historisches Zentrum nicht mehr auf der Roten Liste
- Wien wurde in der Sitzung in Busan von der Roten Liste gestrichen. (Archiv)
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Seit 2017 war Wien auf der Liste der gefährdeten Welterben, der sogenannten Roten Liste. Im südkoreanischen Busan beschloss das Welterbe-Komitee nun die Streichung Wiens, womit der empfohlenen Entscheidung des Beratungsorgan "ICOMOS" nicht Folge geleistet wurde.
WIEN/LANDSTRASSE. Rund neun Jahre war Wien auf der Liste der gefährdeten Welterben, die häufig als "Rote Liste" bezeichnet wird. Grund dafür waren die Pläne für das "HeumarktNeu"-Projekt von WertInvest – MeinBezirk berichtete laufend, siehe unten. In südkoreanischen Busan war das UNESCO-Welterbe-Komitee erneut an der Reihe, über den Verbleib von Wien auf der Roten Liste zu entscheiden.
Etwas überraschend fanden sich genügend Unterstützer, um Wien von der Roten Liste zu streichen, darunter Ukraine und Bangladesch. Zuvor wurde rund eineinhalb Stunden im Komitee darüber diskutiert, immerhin hatte das Beratungsorgan "ICOMOS" empfohlen, Wien nicht von der Liste zu streichen. Auch dazu berichtete MeinBezirk.
Freude bei heimischer Delegation
Bereits kurz danach ließ Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) per Aussendung wissen, dass "gute Argumente und umfangreiche fachliche Vorarbeiten“ gewirkt hätten. "Von daher ist die heutige Entscheidung nur zu begrüßen. Damit ist sichergestellt, dass alle künftigen Lösungen im Rahmen der Stadtentwicklung den Wienerinnen und Wienern zugutekommen."
Auch im Sitzungssaal war Barbara Kaudel-Jensen, der Ständigen Vertreterin Österreichs bei der UNESCO, sowie der restlichen Delegation die Freude und Erleichterung anzusehen. In der Diskussion wurden von den anderen Mitgliedsstaaten die diversen Maßnahmen gelobt, die die Stadt Wien in den vergangenen Jahren zum rechtlichen Schutz des Welterbes gesetzt hatte. Ludwig selbst streicht per Aussendung etwa den Managementplan UNESCO-Welterbe oder das Fachkonzept Hochhäuser aus dem Jahr 2014 hervor.
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