Schönsonntagmarkt in der Stadt
Idee kam bei Unternehmern gut an

Bürgermeister Hannes Primus präsentierte die Idee im KUSS Wolfsberg im Besein von Eva Schatz vom Stadtmarketing, Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Schimink sowie der der Verkaufs- und Veranstaltungsleiterin bei den Stadtwerken, Andrea Primus.
  • Bürgermeister Hannes Primus präsentierte die Idee im KUSS Wolfsberg im Besein von Eva Schatz vom Stadtmarketing, Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Schimink sowie der der Verkaufs- und Veranstaltungsleiterin bei den Stadtwerken, Andrea Primus.
  • hochgeladen von Daniel Polsinger

Schönsonntagmarkt trifft Stadtfest: Bürgermeister stellte Projektidee vor. 

WOLFSBERG. Der Schönsonntagmarkt, der traditionell am Wochenende nach dem Fronleichnamstag am Marktgelände in Kleinedling abgehalten wird, kann heuer aufgrund bekannter Umstände nicht stattfinden. Den gut einjährigen Zeitraum bis zur nächsten Auflage des Marktes wollen die veranstaltenden Wolfsberger Stadtwerke nun für die Planung eines außergewöhnlichen Projektes nutzen: Der Schönsonntagmarkt soll zurück zu seinen Wurzeln kehren und 2022 in der Innenstadt über die Bühne gehen.

Erste Gespräche

Nachdem es bereits erste positive Gespräche mit den Wolfsberger Gastronomen gegeben hatte, lud Bürgermeister Hannes Primus nun die Mitglieder der Werbegemeinschaft Wolfsberg ins KUSS, um ihnen die Idee vorzustellen. „Wir haben aktuell zwei Märkte am Marktgelände. Der traditionell größere ist der Kolomonimarkt im Herbst, doch bei beiden sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen“, so der Bürgermeister. Von der Projektidee „Schönsonntagmarkt trifft Stadtfest“ sollen sowohl die Wirte als auch die Händler und Schausteller profitieren.

Austausch mit Villach

Im Vorfeld habe man sich intensiv mit Joe Presslinger, dem Geschäftsführer des Villacher Kirchtags ausgetauscht. Primus: „Von ihm kam der Ratschlag: Wenn ihr die Möglichkeit habt, den Markt in die Stadt zu holen, dann tut es.“

Möglicher Ablauf

Primus gab auch bereits erste Vorschläge, wie das Fest ablaufen könnte. So würden die Schausteller, Gastronomen und sonstigen Beteiligten ihre Stände und Fahrgeschäfte am Fronleichnamstag aufbauen können. Der Freitag darauf wäre der erste Markttag, der mit einer Marktsegnung eröffnet werden könnte. Der Samstag wäre der Haupttag, an welchem ein großer Festzug mit allen Wolfsberger Traditionsvereinen durch die Stadt ziehen könnte. Der Sonntag wäre als Ausklang des Festes gedacht. Die Fahrgeschäfte wären auf Plätze in der ganzen Stadt verteilt, so könnte am Bleißweißparkplatz ein Autodrom stehen, beim Rathaus ein Riesenrad. An strategisch vorteilhaften Punkten gäbe es Livemusik. Als Parkplatz für die Besuchern würden sich etwa Flächen beim Sportstadion eignen.

"Finde Idee großartig"

Wohl aufgrund der Kurzfristigkeit der Einladung erschienen zur Vorstellung der Idee lediglich zwölf Wirtschaftstreibende aus Wolfsberg, die Reaktionen fielen jedoch durch die Bank positiv aus. Walter Megymorecz von der Drogerie Megy meldete sich zu Wort: „Was ihr euch da antut, ist eine irrsinnige Aufgabe, aber ich finde die Idee großartig. Man muss Neues probieren und nicht immer nur alter Zöpfe weiter flechten.“

Auf Qualität achten

Auch Dieter Bardel von der Trafik Bardel signalisierte seine Unterstützung: „Von der Idee haben wir schon vor zehn Jahren gesprochen, nun sind wir endlich so weit. Wichtig ist, dass wir in allen Punkten auf Qualität achten und der Markt nicht zu einem einfachen Stadtfest verkommt, wie es seinerzeit mit dem Italienerfest geschehen ist.“ Als Sprachrohr der Werbegemeinschaft sicherte deren Obmann Gerhard Waschier seine Unterstützung zu: „Jahr für Jahr war die Innenstadt am Marktwochenende wie ausgestorben. Das ist jetzt eine Chance, von der wir alle profitieren könnten.“

Auf Anrainer zukommen

In einem nächsten Schritt will man nun die Anrainer mit ins Boot holen und hofft auch auf deren Unterstützung. „Mein Traum wäre es, wenn sich die Wolfsberger einmal so mit ihrem Schönsonntagmarkt identifizieren, wie es die Villacher mit ihrem Villacher Kirchtag tun“, so der Bürgermeister. Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Schimik erklärt: "Wir werden das direkte Gespräch mit den Anrainern suchen und ihnen unser Konzept vorstellen. Wir sind zuversichtlich, dass es mit vereinten Kräften zu einer guten Lösung kommen wird und wir die Idee gemeinsam weiterentwickeln können." Übrigens: Der Kolomonimarkt im Herbst wird weiterhin am Markgelände stattfinden.

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