Ein eingeschleppter Schädling breitet sich aus

Viele werden vermutlich noch nie von diesem Schädling gehört haben, dass mag zum einen vielleicht daran liegen, dass sie keine Buchsbäume besitzen, zum anderen könnte es auch daran liegen das es den Buchsbaumzünsler vermutlich erst seit 2006 in Deutschland und Österreich gibt. Dieser Schädling hat sich auf den Befall von Buchsbäumen spezialisiert und stammt ursprünglich aus Ostasien. Man geht davon aus, dass der Schädling mit einem Handelsschiff von Ostasien nach Deutschland gelangt ist. Dieser Schluss liegt nahe, da die ersten Befälle durch Buchsbaumzünsler allesamt in der Nähe von Rheinhäfen verzeichnet wurden. Von dort aus hat sich der Schädling mittlerweile in die Schweiz und nach Österreich verbreitet.

Rasante Verbreitung des Schädlings

Ein besonders großes Problem bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers stellt der Umstand da, dass der Schädling hierzulande keinerlei natürlichen Fressfeinde hat. Auch macht es den Schädlingsbekämpfern zu schaffen, dass bei günstigen klimatischen Bedingungen bis zu 5 Generationen des Schädlings entstehen können und sich somit weiter ausbreiten. Daher ist es in gefährdeten Gebieten von großer Bedeutung, die Buchsbäume regelmäßig genauestens auf einen Befall durch die Zünsler zu untersuchen. Denn nur bei einer rechtzeitigen Erkennung eines Befalls können effektive Gegenmaßnahmen eingeleitet werden und somit auch eine weitere Verbreitung des Zünslers verhindert werden. Als besonders wirksam im Kampf gegen den Schädling haben sich verschiedene Insektizide erwiesen. Bacillus thuringiensis ist ein biologisches Insektizid, dass den Vorteil hat nicht giftig für Nutztiere wie z.B. Bienen zu sein. Daher kann es bedenkenlos gegen den Buchsbaumzünsler eingesetzt werden. Anders sieht es hingegen bei chemischen Insektiziden aus, welche auch giftig für Bienen sein können. Hier kann man durch die Anwendung dieser Insektizide ganze Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen. Daher sollten chemische Insektizide wie z.B. Thiacloprid nur im äußersten Notfall eingesetzt werden. Genauere Informationen bezüglich der Insektizide kann man auf buchsbaumzuensler.net finden.

Schnelles Handeln ist gefragt

Einen Befall durch den Buchsbaumzünsler erkenntman zumeist erst dann wenn es bereits zu spät ist. Dann haben die Buchsbäume bereits eine gelblich beige Farbe und sind zumeist komplett vom Schädling kahl gefressen. Auch kommt es vor, dass ganze Buchsbäume von den Schädlingsraupen eingespinnt werden. Will man die Buchsbaumzünsler los werden, so kann man bei einem leichten Befall zunächst versuchen die Schädlinge einzeln per Hand einzusammeln und zu vernichten. Ist der Befall zu großflächig, so kommt man um einen Einsatz von Insektiziden nicht herum. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, das Insektizide bis in das Innere des Buchsbaums zu spritzen, da sich hier meistens auch noch Schädlinge evtl. auch in Larvenform aufhalten können.

Autor:

Sebastian Molter aus Leopoldstadt

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