Hainfeld und St. Veit werden zur Klimawandel-Modellregion

Die beiden Bürgermeister Albert Pitterle und Johann Gastegger freuen sich gemeinsam mit Stadtamtsdirektor Oliver Speck über die Nominierung zur Modellregion.
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  • Foto: KLAR! Gölsental
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ST. VEIT/HAINFELD. Der österreichische Klima- und Energiefonds will die Gemeinden St. Veit und Hainfeld zu einer österreichischen Modellregion machen. Damit werden sich die Gemeinden in den kommenden Jahren ganz intensiv mit dem bereits existierenden Klimawandel auseinandersetzen. "Für Österreich sind solche Maßnahmen wichtig, denn regionaler Klimaschutz ist ein wesentliches Ziel", erklärt Projektleiter Wolfgang Schoberleitner.

Aktiver Klimaschutz

Vorangegangen sind intensive Besprechungen von St. Veit und Hainfeld mit Experten zum Klimawandel. Hainfelds Stadtamtsdirektor Oliver Speck koordinierte die Einreichung beim Klima - und Energiefonds. Für beide Bürgermeister steht ein aktiver Klimaschutz in direktem Zusammenhang mit dem Erhalt der regionalen Identität. Dazu meint St. Veits Bürgermeister Johann Gastegger: „Wir arbeiten an einem vollständigen und intakten Hochwasserschutz und trotzdem muss das Wesen unseres Tales erhalten bleiben! Bei der Umsetzung soll möglichst viel Naturraum erhalten werden, ohne dass der Schutz der Bevölkerung beeinträchtigt wird. Da möchten wir auch gerne positives Beispiel in Niederösterreich sein!“

Unterstützung für Bauern

Ein wesentliches Merkmal der Klimaveränderung ist auch die Veränderung der Niederschläge. Was wir heute als eine Aneinanderreihung von Extremwettersituationen wahrnehmen, ist ein Anzeichen für eine Klimaveränderung. Zwar bleiben die Jahresmittelwerte beim Niederschlag gleich, doch gibt es in der Zukunft deutlich längere Trockenperioden und dann wieder intensivere Niederschläge. Leidtragende davon werden vor allem die heimischen Landwirte mit ihrer die Grünlandwirtschaft sein. Die regionale Viehzucht könnte in Gefahr sein, wenn die Wasserversorgung nicht mehr ganzjährig garantiert werden kann.
Deshalb müssen die Möglichkeiten zur regionalen Verdunstung erhöht werden. Hainfelds Bürgermeister Albert Pitterle verweist hier auf ganz einfache Methoden, wie die Verbesserung des Mikroklimas oder die Schaffung von naturnahen Räumen in der Stadt. „Wenn es uns gelingt, dass wieder mehr Niederschlag versickern und vom Boden gespeichert werden kann, dann verbessert das nicht nur den regionalen Wasserhaushalt, sondern hilft auch der Bevölkerung durch eine lokale Abkühlung. Zudem schafft es Lebensraum für Insekten“, so der Stadtchef. Bleibt mehr Wasser in der Region, gibt es auch lokal ein angenehmeres Kleinklima.

Jeder kann mitmachen

Bereits im Sommer erfolgt mit Unterstützung von Fachleuten eine vollständige Aufarbeitung der regionalen Situation. Beide Bürgermeister sind sich einig, dass so ein Prozess nur unter völliger Einbeziehung der Bevölkerung und eine überparteiischen Arbeit funktionieren kann. „Schließlich geht es um die Zukunft unserer Region“, meint Bürgermeister Albert Pitterle und Johann Gastegger ergänzt: „Beim Klimawandel hat die Zukunft schon begonnen, denn betroffen sind wir alle. Wer schon nicht an sich denkt, sollte an die Kinder denken.“

Autor:

Markus Gretzl aus Lilienfeld

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