26.10.2017, 21:18 Uhr

Chriss und die Gefahr

Naturpark Ötscher Tormäuer
Wienerbruck: Ötscher | Hier ist wieder euer Chriss, Mischlingshund und 14 Jahre alt.

Sie wollten mich nicht mitnehmen, es sei zu gefährlich, denn die Wege sind zu schmal und der Abgrund mörderisch. Aber sie wissen doch, dass ich zu gerne wandere.

Ich setzte meine treuen und unschuldigen Hundeblick auf und dann durfte ich doch mit. Trotz Gefahr.

Mit dem Auto ging es zum Naturparkzentrum Ötscher-Basis Wienerbruck. Auf schmalen Wegen und Steigen erreichten wir Stierwaschboden, das älteste Kraftwerk Niederösterreichs.
Von dort wanderten wir wieder auf schmalen Wegen und Steigen, die zum größten Teil sehr gut gesichert waren.
Mein Herrl hatte mich sicher an der Leine, er duldete es nicht, dass ich wieder wie verrückt nach allen Seiten zog und ich musste brav folgen und acht geben. Nur mein Frauerl hatte wieder ihr blaues Dingsda in der Hand, sprich Kamera und fing alles ein, was ihr vor die Linse kam. Mein Herrl war öfters böse, er meinte das Frauerl sollte schauen, wohin sie den Fuß setzte. Vielleicht hätte er sie auch an die Leine nehmen sollen. Aber zum Glück erfuhr keiner meine Gedanken.

Während Herrl und Frauerl die schroffen Felsen, das türkisblaue Wasser bestaunten und still standen, konnte ich ruhig sämtliche Düfte erschnüffeln, herrlich was sich hier abspielte. Duftnoten von Hunden, Menschen und Wildtieren, ich war bestens bedient.

Beim Mirafall, das Wasser stürzte tosend vom Felsen, standen staunend die Leute und ich durfte, o wie herrlich, schnüffeln solange ich wollte. Die Menschen waren nett, sie fragten nach meinem Alter und streichelten mir liebevoll über den Kopf, sie fanden, dass ich flott unterwegs sei.

Beim „Ötscherhias“ einer Jausenstation war Rast und ich bekam Leckerlies und meine Herrschaften verspeisten ihre Würstel und danach Mehlspeise. Köstlich.

Gestärkt ging es weiter zur „Erlaufklause“ einem Stausse, 2800 m lang, ungefähr 50 m breit und an der tiefsten Stelle 20 m tief.

Auf der schattigen Waldpromenade am südlichen Ufer des Sees wanderten wir gemütlich bis zum Ort Mitterbach. Am Bahnhof warteten wir auf die Himmelstreppe, mit diesem Zug ging es zurück nach Wienerbruck. Auch ich durfte mitfahren, das war spannend und aufregend.
Dort angekommen kletterte ich in das Auto und schlief hundemüde ein. War anstrengend, aber ich hoffe sehr, dass es meine Herrschaften wieder in diese Traumgegend verschlägt, mit mir, natürlich.
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Uschi Rischanek aus Döbling | 26.10.2017 | 21:52   Melden
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Sonja Nöhmer aus St. Veit | 26.10.2017 | 21:52   Melden
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Heidemarie Rottermanner aus Scheibbs | 26.10.2017 | 21:54   Melden
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elisabeth pillendorfer aus Leopoldstadt | 26.10.2017 | 23:05   Melden
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Heidemarie Rottermanner aus Scheibbs | 27.10.2017 | 07:43   Melden
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 27.10.2017 | 12:41   Melden
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Heidemarie Rottermanner aus Scheibbs | 27.10.2017 | 21:13   Melden
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