Landesmusikschule Traun: „Es kann nicht am Geld scheitern“

Kultur ist in Traun zu einer Großbaustelle geworden: Hier am Foto die Spinnerei vor der Fertigstellung im Mai 2017.
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BEZIRK (nikl). „Eine Drittelfinanzierung – je ein Drittel Landeszuschuss, Bedarfszuweisung, Stadt – hat der seinerzeitige Landeshauptmann Josef Pühringer der Stadt Traun – mit einem Schreiben vom 7. Juli 2015 – für den Neubau der Landesmusikschule Traun zugesagt“, erklärt Bürgermeister Rudolf Scharinger kurz und knapp die Gründe für das ins Stocken geratene Projekt „Neubau Landesmusikschule Traun“: „Mit der ,Gemeindefinanzierung Neu‘ hat sich dies nun geändert und es wäre nur ein Bruchteil der früheren Zusage gedeckt. Wir warten seit November 2017 auf einen Gesprächstermin mit Landeshauptmann Thomas Stelzer."

„Da kann ich gerne behilflich sein“

„Ich kann mir schwer vorstellen, dass man keinen Termin beim Landeshauptmann bekommt – da kann ich gerne behilflich sein“, bietet der Trauner Schulstadtrat Christian Engertsberger (FP) seine Unterstützung an. Etwas einfach auszusitzen ist für den freiheitlichen Kommunalpolitiker der „falsche Weg“: „Ich vermisse eine breite Diskussion zu diesem Thema. Als Schulstadtrat bin ich der Meinung, dass es nicht am Geld scheitern kann.“ Informationen zur weiteren Vorgehensweise rund um das Projekt gehören für Engertsberger leider zur „Mangelware“: „Bisher wurde weder mit mir, als zuständigen Referenten, noch mit dem Ausschuss dieses Thema im Detail besprochen. Als Schulstadtrat bin ich der Meinung, dass es nicht am Geld scheitern kann. Wir haben schließlich auch die Spinnerei finanziert, da sollte es auch möglich sein, eine neue Musikschule zu errichten.“

Neuhofner haben die Situation überwunden

Die Kultur als Zankapfel: Das erlebten die Neuhofner genau vor einem Jahr – beim Streit um die Kulturarbeit im Veranstaltungszentrum Forum. Damals entschied der Gemeinderat, mit einer hauchdünnen Mehrheit, gegen die Verlängerung des Pachtvertrags mit der Sonnreich OG von Horst Sonntagbauer. Fazit: Der Kulturbetrieb wurde eingestellt. Für Neuhofens Ortschef Günter Engertsberger lag die Intention klar auf der Hand: „Mehr Kultur, weniger Kommerz.“ ÖVP-Fraktionsobmann Manfred Kobler beschrieb die Entscheidung damals als „kurz, blindwütig und einfallslos“.

„Danke an ProFORUM“

Zwölf Monate später, im Juni 2018, haben sich die Gemüter in Neuhofen wieder einigermaßen beruhigt. Engertsberger: „Der Kulturausschuss hat sich auf neue Beine gestellt und für den heurigen Frühling haben wir bereits selber die ersten Kulturveranstaltungen organisiert.“ Fazit des Ortschefs: „Wir haben die Entscheidung vom Juni 2017 sicher nicht bereut. Das sieht man nun auch schwarz auf weiß.“ Etwas anders beurteilt Reinhold Sahl, ÖVP-Vizebürgermeister und zuständiger Obmann des Neuhofner Kulturausschusses, die Situation: „Wir haben versucht, die Kultur wieder anzukurbeln und es ist uns gelungen. Aber das ist alles mit Vorsicht zu betrachten. Wenn man professionelles Kulturprogramm machen will, braucht man einen Manager. Ein großes Danke an die Initiative ProFORUM, Bürger, die sich für ein vielfältiges und umfangreiches Kulturprogramm in Neuhofen an der Krems einsetzen.“

Autor:

Klaus Niedermair aus Linz-Land

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