Flughafen Linz
Anbindung an Drehkreuz Frankfurt hat oberste Priorität
- Für eine nachhaltige strategische Ausrichtung des Flughafen Linz für die kommenden Jahre brauche es eine ausgewogene Entwicklung in Linien- und Charterverkehr, bei Low-Cost-Verbindungen sowie in der Luftfracht.
- Foto: Flughafen Hörsching
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Die Wiederaufnahme der Frankfurt-Verbindung steht ganz oben auf der Agenda des Flughafens Linz. Bei einer Sonderaufsichtsratssitzung wurde die Zukunft des Linz Airport intensiv diskutiert.
HÖRSCHING. Die Wiederaufnahme der Anbindung an den Hub Frankfurt hat für die nachhaltige Sicherung des Flughafens Linz oberste Priorität. Zu diesem Ergebnis kam die Zukunftsstrategie für den Linzer Flughafen, die am Dienstag, 9. September, in der Sitzung des Flughafen-Aufsichtsrats diskutiert wurde. Das Land Oberösterreich wird hierzu eine Ausschreibung für die Verbindung Linz–Frankfurt durchführen, betont Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. „Die Realisierbarkeit dieses Vorhabens hängt jedoch auch von externen Faktoren ab. Konkret muss eine eventuell erforderliche Anschubfinanzierung seitens des Landes EU-rechtskonform sein“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Achleitner.
Wirtschaftlich tragfähig und rechtlich stabil
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer unterstreicht die Bedeutung des Flughafens für den Standort: „Für eine Stadt wie Linz, die ein internationaler Wirtschafts- und Kulturstandort ist, hat die Anbindung an ein globales Drehkreuz oberste Priorität.“ Eine solche Verbindung müsse jedoch auch wirtschaftlich tragfähig und rechtlich abgesichert sein. „Unsere exportorientierten Unternehmen, Kulturinstitutionen und der Tourismus sind auf eine verlässliche internationale Vernetzung angewiesen. Sollte eine solche Lösung nicht möglich sein, müssen umgehend alternative Szenarien geprüft werden, um die wirtschaftliche Stabilität und Zukunft des Flughafens zu gewährleisten“, so Prammer.
Ausgewogene Entwicklung erforderlich
„Für eine nachhaltige strategische Ausrichtung des Flughafens Linz in den kommenden Jahren braucht es eine ausgewogene Entwicklung in Linien- und Charterverkehr, bei Low-Cost-Verbindungen sowie in der Luftfracht. Zentrale Voraussetzung bleibt aber eine verlässliche Hub-Anbindung an Frankfurt, um die internationale Erreichbarkeit des Wirtschafts- und Industriestandorts Oberösterreich sicherzustellen“, erklärt Landesrat Achleitner. Er bedauert, dass die EU zwar immer wieder die Stärkung der Regionen betont, es aber Bundesländern wie Oberösterreich erschwert, verlässliche Linienverbindungen im Flugverkehr sicherzustellen. „Das EU-Wettbewerbsrecht lässt hier nur einen sehr engen Handlungsspielraum zu“, ergänzt Achleitner.
Kritik an der AUA
Landesrat Achleitner übt zudem weiterhin scharfe Kritik an der AUA im Zusammenhang mit der Einstellung der Frankfurt-Verbindung: „Es kann nicht sein, dass die AUA Regionalflughäfen schwächt, um ihre Stellung in der Bundeshauptstadt auszubauen – gerade weil die AUA während der Corona-Pandemie mit 600 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln gerettet wurde“, betont Achleitner.
Abhängigkeit vom Monopol lösen
„Jetzt muss alles darangesetzt werden, dass der Flughafen Linz nicht länger von nur einer Fluglinie abhängig ist. Das Management des Flughafens ist gefordert, rasch Alternativen vorzulegen. Unser Standort hat eine Top-Lage: starke, international tätige Betriebe, die Nähe zu Skigebieten und weltbekannte Tourismusregionen wie Hallstatt und das Salzkammergut. Diese Chancen müssen wir offensiv nutzen – damit Oberösterreich international erreichbar und gut vernetzt bleibt“, so Achleitner.
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