24.11.2016, 08:44 Uhr

Dämmerungseinbrüche: Ein guter Nachbar zahlt sich aus

Kriminelle nutzen den Schtutz der Dunkelheit. Laut Experten sind sie vor allem zwischen 17 und 21 Uhr unterwegs. (Foto: Dan Race/Fotolia)

Mit Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche.

BEZIRK (wom). "Gerade die Dämmerung wird von Kriminellen genutzt, um Einbrüche zu begehen", weiß Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek. "Viele Einbrecher konzentrieren sich auf Bargeld, Schmuck oder elektronische Geräte. Alle diese Gegenstände sind leicht greifbar und sollten nicht frei zugänglich herumliegen", ergänzt Podgorschek. Auch im Bezirk Linz-Land kam es in jüngster Vergangenheit wieder vermehrt zu Einbrüchen in Wohnhäusern und Kellerabteilen – selbst wenn die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr laut Polizei eher rückgängig ist. "Zurzeit vermelden wir weniger Einbrüche als im Jahr 2015", erklärt Markus Deibl von der Polizeiinspektion Traun. Nichtsdestotrotz mahnt der Polizeibeamte zur Vorsicht und gibt Tipps, wie man sich am besten vor Einbrüchen schützen kann. "Es geht hier um präventive Maßnahmen. So sollte man etwa beim Verlassen des Hauses ein Licht brennen lassen und die Rollläden hochziehen, um den Anschein zu erwecken, dass sich jemand im Haus befindet", betont Deibl. Ist man für eine längere Zeit nicht im Haus, etwa in der Urlaubszeit, sollte man auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass die Post weggeräumt wird. "Hier ist es wichtig, eine Vetrauensperson, entweder den Nachbarn oder einen Bekannten, zu haben, die dies erledigt", ergänzt der Beamte.

Alarmanlage sinnvoll

Auch der Einbau von Alarmanlagen zahlt sich aus und steigert das subjektive Sicherheitsgefühl – vor allem dann, wenn man bereits einmal Opfer eines Einbruchs geworden ist. "Im August wurde bei uns eingebrochen. Seitdem haben wir eine Alarmanlage, was mir wieder ein Stück weit mehr Sicherheit gibt", erklärt Gabriele Marchgraber aus Ansfelden. Alarmanlagen geben ein Signal direkt an das Handy der Eigentümer. Man kann sie aber auch direkt mit der nächsten Polizeiinspektion verbinden lassen. "In diesem Fall rücken wir bei jedem Alarm aus, wobei hier beim Auslösen aus Eigenverschulden Kosten anfallen", erklärt Deibl.

„Auf keinen Fall hineingehen“

Bemerkt man beim Nachhausekommen Einbruchsspuren oder registriert gar, dass noch jemand im Haus ist, sollte man auf keinen Fall hineingehen, sondern sofort die Polizei verständigen. "Das gilt auch, wenn man sich zuhause aufhält und merkt, dass jemand da ist. Dann sollte man sich in einen sicheren Raum begeben, Lärm machen, sodass der Täter Gelegenheit zur Flucht hat, und den Notruf wählen", so Deibl.

Alarmanlage sinnvoll

Auch der Einbau von Alarmanlagen zahlt sich aus und steigert das subjektive Sicherheitsgefühl, vor allem dann, wenn man bereits schon einmal Opfer eines Einbruchs geworden war. "Im August wurde bei uns eingebrochen. Seit dem haben wir eine Alarmanlage, was mir wieder ein Stück weit mehr Sicherheit gibt", erklärt Gabriele Marchgraber aus Ansfelden. Alarmanlagen geben ein Signal direkt an das Handy der Eigentümer. Man kann sie aber auch direkt mit der nächsten Polizeiinspektion verbinden lassen. "In diesem Fall rücken wir bei jedem Alarm aus, wobei hier beim Auslösen aus Eigenverschulden, Kosten anfallen", erklärt Deibl.



Kommentar: Gemeinsam die Gefahr bannen


Derzeit haben sogenannte Dämmerungseinbrüche wieder Saison. Jahr für Jahr warnt die Polizei die Bürger vor Einbrechern, die sich im Schutze der Dunkelheit auf Beutezug machen. Mit präventiven Maßnahmen wie Anlassen des Lichts beim Verlassen des Hauses, kann man die Gefahr eines Einbruchs in sein Eigenheim minimieren. Doch neben diesen einfach umzusetzenden Tipps kommt es vor allem auch auf die Zivilcourage jedes Einzelnen an, um Kriminellen ihr Handwerk zu erschweren. Bemerkt man etwas Auffälliges in der Nachbarschaft – etwa ein verdächtiges Fahrzeug oder eine sich verdächtig verhaltende Person – so sollte man dies nach genauer Beobachtung auch melden. Es geht hierbei nicht um Denunziantion oder Kleinbürgertum, sondern vielmehr um den Eigenschutz und auch den Schutz seiner Nachbarn.
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