Honig auf dem Prüfstand
Supermarkt-Honig: Nicht gepanscht, aber Herkunft unklar

OÖ. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 1,2 kg pro Jahr liegt Österreich beim Honigkonsum an der europäischen Spitze. 52 Prozent des nationalen Honigbedarfs wird auch hierzulande produziert – der Rest muss importiert werden. Dabei steigt die Sorge, dass gepanschter Honig aus dem Ausland in unseren Regalen landet. Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat deshalb 13 Honigmischungen von Eigen- und Handelsmarken im Labor untersucht. Das Ergebnis zeigt klar, dass keine der getesteten Honigmischungen verfälscht ist. Allerdings ist aufgrund fehlender Herkunftsangaben unklar, woher der Honig stammt. Nur ein Hersteller gibt auf dem Produkt genau an, woher die Honige bezogen werden. Alle anderen Hersteller beschränken sich auf die Mindestanforderung der EU-Honiverordung und deklarieren ihre Produkte mit "Aus EU- und Nicht-EU-Landwirtschaft". Woher der Honig dann tatsächlich stammt und wie viel Prozent davon aus europäischer oder etwa chinesischer Landwirtschaft kommen, ist für Konsumenten völlig unklar. Die Arbeiterkammer OÖ fordert daher eine verpflichtende Kennzeichnung der Honig-Herkunft.

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