Linzer Schüler als lebende Bilder

Die Schüler stellten unter anderem "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci nach.
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  • Die Schüler stellten unter anderem "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci nach.
  • Foto: Zoe Michaela Riess
  • hochgeladen von Nina Meißl

Im Vorjahr hat die Otto-Glöckel-Schule mit ihrem Heimatbuch den Landessieg beim Schulwettbewerb "Lernen fürs Leben" der BezirksRundschau geholt. "Die Auszeichnung war ein großer Ansporn für weitere Projekte", sagt Pädagoge Martin Egger. Am 7. Dezember präsentieren die Schüler der Klasse 4B nun ihr aktuelles Fotoprojekt "The Eye Challenge – Mona, Me and I" im Kunstmuseum Lentos. "Das Projekt war sehr aufwändig und das Ergebnis kann sich sehen lassen", freut sich Egger über die engagierte Teilnahme.

Gegenpol zu Instagram & Co

Die Schüler haben im Unterricht Gemälde aus der europäischen Kunstgeschichte kennengelernt, sich intensiver mit zwölf Bildern auseinandergesetzt und diese schließlich nachgestellt. Auf Kostümierung wurde verzichtet, die Schüler trugen ihre Alltagskleidung und konzentrierten sich auf Körperhaltung, Gestik und Mimik der Protagonisten. "So spielte nicht nur der Wiedererkennungsfaktor eine Rolle, die Gemälde sollten auch für neue Interpretationsmöglichkeiten geöffnet werden", erklärt Egger. Das Projekt diente als "Schule des Sehens": Die Schüler sollten sich intensiv mit Malerei und Fotografie auseinandersetzen, als bewusstem Gegenpol zur möglichst schnellen Bilderstellung und Rezeption in den sozialen Medien. Beim Projekt betrug der Zeitaufwand für manches Foto mehr als zwei Stunden. Sie lernten dabei spielerisch berühmte Gemälde kennen und erfuhren mehr über die Künstler und ihre Intentionen. "Die Beschäftigung mit europäischer Kulturgeschichte und westlichem Bildbegriff hat für die Schüler aus den verschiedensten Nationen eine besondere, eben auch integrative Bedeutung", so Egger.

Ausstellung im Lentos

Die "Tableaux vivants" (lebende Bilder) wurden im Lentos von Künstlerin Zoe Michaela Riess fotografiert. Die Schüler fungierten nicht nur als Darsteller, sondern übernahmen auch die Einrichtung der Beleuchtung, die Bildregie sowie sämtliche Aufgaben am Set. Die dabei entstandenen Fotos und eine Dokumentation des Projektes sind von 7. bis 13. Dezember im Kunstmuseum zu sehen. Die Eröffnung findet am 7. Dezember um 18 Uhr statt. Das Fotoprojekt und dessen Dokumentation gibt es auch in Buchform.

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