Rundum Support für motivierte Gründer

Startup300 eröffnet am 19. Juni mit einer großen Feier offiziell seinen Standort in der Tabakfabrik.
  • Startup300 eröffnet am 19. Juni mit einer großen Feier offiziell seinen Standort in der Tabakfabrik.
  • Foto: Startup300
  • hochgeladen von Stefan Paul Miejski

LINZ (spm). In Österreich hat sich in den vergangenen Jahren eine Start-up-Szene etabliert. Welch gewichtige Rolle Linz dabei spielt, zeigt sich auf verschiedenen Ebenen. Zum einen gibt es hier Leuchttürme wie Runtastic, zum anderen rasant wachsende Neulinge wie Storyclash oder Presono, die gerade erst beim OÖ Jungunternehmerpreis abgeräumt haben. Auch die Politik will die Infrastruktur weiter verbessern. "Linz soll die innovativste Stadt Österreichs werden", sagt Bürgermeister Klaus Luger. Die Linzer Start-up-Entwicklung zeigt sich aber auch daran, dass Österreichs größtes Business Angels-Netzwerk Startup300 mit seiner "factory300" in die Tabakfabrik zieht. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Am 19. Juni ist dann das offizielle "Grand Opening". 500 Gäste sollen anwesend sein. Die Erwartungen bei Startup300 sind aber nicht nur was das Eröffnungsevent betrifft groß: Das derzeit laufende Fundraising soll 40 bis 60 Millionen Euro einbringen, die für Investitionen zur Verfügung stehen. Das Portfolio von derzeit 28 Start-ups soll bis Ende des Jahres auf 40 erweitert werden.

Noch viel Potenzial
Wenn es nach Co-Gründer und Vorstand Bernhard Lehner geht, ist das aber erst der Anfang: "Das ängstliche Kapital traut sich langsam in Berührung mit Start-ups zu kommen. Das Potenzial der Szene ist gerade einmal zu zehn Prozent ausgeschöpft." Dazu braucht es aber nicht nur ein mutigeres Kapital, sondern auch überzeugende Geschäftsideen. "Wir sind immer auf der Suche nach Talenten und High-Potencials", sagt Lehner. Die "factory300" soll für sie zur Anlaufstelle werden. "Start-ups, in die wir investieren, bekommen einen umfangreichen Zugang zu unserem Start-up-Ecosystem", so Lehner. Zu diesem "Ecosystem" zählen 120 aktive Business Angel, aber auch Experten aus verschiedenen Gebieten oder auch die Stadt Linz. "Wir sind ein Infrastrukturhub und wollen Ansprechpartner sein, egal in welcher Lebenslage das Start-up ist", so Lehner. Die 700 Quadratmeter große Fläche in der Tabakfabrik soll zudem auch als Begegnungszone für Gründer, Start-ups, Unternehmen oder Supporter dienen. Für ausgewählte Start-ups wird auch ein eigenes Gründerausbildungsprogramm durchgeführt, und in die überzeugensten investiert.

Gründergeist ist wichtig

Um potenzielle Investoren zu überzeugen und erfolgreich zu gründen, reicht eine gute Idee nicht aus. "Es braucht Risikobereitschaft, Mut, fachliches Know-how, und vor allem muss man für eine Idee brennen", sagt Lehner. Auch ein betriebswirtschaftliches Grundverständnis ist unausweichlich. Aber wie überzeugt man die Investoren, viel Geld zu bringen? "Ein Start-up muss ein Problem aufzeigen, und die Lösung zum Problem bringen", so Lehner. Und wesentliche Fragen überzeugend beantworten können: "Warum könnt ihr das? Wer ist das Team? Wie wollt ihr den Markt bedienen? Wie viel Geld braucht ihr? Wie weit kommt ihr damit? Das sind Fragen, die sicher kommen", so Lehner. Idealerweise gibt es auch schon einen Prototypen und ein zartes Marktfeedback gibt. Entscheidend ist letztlich auch die Qualität des Teams, das idealerweise aus drei Personen besteht.
In jedem Fall muss aber die Idee durchdacht sein und man mit vollem Commitment dahinterstehen. Dann kann es mit dem großen Traum der eigenen Firma auch schnell gehen. Besonders, wenn man gut vernetzte Unterstützer hat.

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