13.09.2017, 08:07 Uhr

Verstärkte Nachfrage nach Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeiter sind Anlaufstellen bei Problemen. (Foto: panthermedia/photographee.eu)

Im Vorjahr wurden 791 Schülerinnen und Schüler betreut. Ziel ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu bieten.

Zwei Drittel der öffentlichen Pflichtschulen in Linz nehmen Schulsozialarbeit (SuSA) in Anspruch. Vor allem an den Volksschulen sind die zwölf Sozialarbeiter aus dem städtischen Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Familie unterwegs. Die Anfragen aus den derzeit nicht betreuten Schulen nehmen jedoch zu.

Ansprechpartner vor Ort

Die Sozialarbeiter stehen als Ansprechpartner vor Ort bereit. Zielgruppe sind vor allem Schüler mit einem zusätzlichen Betreuungsbedarf, der im Rahmen der schulischen Förderung nicht abgedeckt werden kann. Im vergangenen Schuljahr 2016/17 haben sie insgesamt 791 Schüler betreut. "Ziel unserer Schulsozialarbeit ist, Problemsituationen möglichst früh zu erkennen und bei der Lösungsfindung professionell zu unterstützen", sagt Stadträtin Karin Hörzing. Auch Eltern und Lehrer können sich an die Experten wenden.
Die Hauptproblemfelder sind Erziehungsüberforderung, Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten der Schüler. Allerdings sind die Verhaltensauffälligkeiten der betreuten Schüler im Vorjahr um 6,5 Prozent und die Gewalt der Schüler untereinander um 4 Prozent zurückgegangen. Sorgen machen den Sozialarbeitern aber die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse, die 22 Prozent der betreuten Familien betreffen, und die Vernachlässigung bis zur Verwahrlosung der Schüler in 23 Prozent der Fälle.

Zwei Monate betreut

Ein Großteil der Kinder, die Schulsozialarbeit in Anspruch genommen haben, besucht die Volksschule (339) oder eine Neue Mittelschule (340). Die Sozialarbeiter kümmerten sich im Vorjahr vor allem um Jungen (491). Die Betreuung dauert meist weniger als zwei Monate (332). Um 274 Mädchen und Jungen nahmen sich die Sozialarbeiter länger an, 185 Kinder und Jugendliche wurden länger als sechs Monate betreut. Bei 31 Betroffenen reichte das SuSA-Angebot nicht aus. Für sie wurden Erziehungshilfemaßnahmen organisiert.
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