Hans Fuchs
Mit der Zeit wurde aus ihm der "Ullr-Fux"

Hans Fuchs in seiner Werkstatt, wo er schon fast drei Jahrzehnte lang Ullr herstellt und sammelt.
  • Hans Fuchs in seiner Werkstatt, wo er schon fast drei Jahrzehnte lang Ullr herstellt und sammelt.
  • Foto: Peter J. Wieland
  • hochgeladen von Peter J. Wieland

Lungaus Originale: Die Ullr-Talismane lassen Hans Fuchs aus Weißpriach seit fast 30 Jahren einfach nicht mehr los.

WEISSPRIACH. Er ist 65 Jahre alt, kommt aus Weißpriach und heißt „Ullr-Fux“. Ein komischer Name, sagen Sie? Nein, genau der passende für den Hans, den Hans Fuchs, wie er mit bürgerlichem Namen heißt.

Das ist Hans Fuchs privat

Hans Fuchs ist gelernter Sägefacharbeiter, mittlerweile allerdings im Ruhestand. Außerdem war er Zeit seines Lebens leidenschaftlicher Landwirt – das ist er im Herzen immer noch. Einen Großteil des Hofes bewirtschaftet er allerdings nicht mehr. Gemeinsam mit seiner Gattin Berta hat Hans auch einen 28-jährigen Sohn – Philipp.

Deshalb heißt er "Ullr-Fux"

"Ullr-Fux" heißt er deshalb, weil er mit großer Leidenschaft Ski-Ullr anfertigt und auch sammelt. Die von ihm selbst produzierten Ullr-Medaillen mit drei bis vier Zentimetern Durchmesser verteilt er dann bei den diversen internationalen Rennen. Die letzten Jahre sah man ihn etwa immer wieder mal bei der Vier-Schanzentournee in Bischofshofen, beim Damen-Nachtslalom in Flachau oder bei der Abfahrt in Schladming. Erst neulich war er beim 20. Preberlauf in Tamsweg live dabei.Regelmäßig trifft er sich auch mit anderen Ullr-Sammlern. "In Frankfurt ist beispielsweise ein Kollege, der über 3.500 Exemplare hat", strahlt Hans Fuchs. Und auch einen Sammlerfreund in der Steiermark mit 1.500 Ullr besucht der Weißpriacher regelmäßig.

Das hat es mit "Ullr auf sich

„Ein Ullr ist eine auf einer Kleinmedaille als skifahrender Bogenschütze dargestellte Gottheit für Winter und Jagd“, erklärt Hans Fuchs und fährt fort: „Angebracht am Hosenbund oder Anorak soll er seinem Träger Glück bringen.“

Ullr-Boom um 1960 herum

Beliebt waren die Glücksbringer vor allem in den 1950ern und 60er-Jahren. Danach flaute der Boom rund um sie ab. Erst Hans Fuchs hat die Ullr dann wieder so richtig salonfähig gemacht. Den Durchbruch schaffte er im Jahr 2002, als sich Salzburg als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele beworben hatte. Der Ullr-Künstler aus dem Salzburger Lungau war eingeladen worden, für das ÖSV-Team Ullr zu kreieren, was Hans Fuchs dann auch mit Freude machte.

Alles begann im Jahre 1991

Begonnen Ullr herzustellen hat er im Jahr 1991, ein einprägsames Jahr für den heute 65-Jährigen. Damals verpasste eines seiner Schafe den Almabtrieb. Auch nach mehrtägiger Suche konnte es nicht gefunden werden. Es wurde tot geglaubt, doch dem war nicht so. Einen ganzen Winter verbrachte es in Eis und Schnee. Erst im Frühsommer entdeckte es Hans Fuchs gesund und munter wieder. Im gleichen Jahr hat das Schaf, das 16 Jahre alt wurde, Vierlinge bekommen. „Ein Geschenk Gottes“, wie Hans glaubt. Daraufhin hat er aus der Wolle des Schafes eine Schnur spinnen lassen, an die er seither die Ullr hängt und mit diesen die Geschichte vom „starken Schaf“ verkündet. Und mit der Zeit ist aus Hans Fuchs der „Ullr-Fux“ geworden.

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Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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