Für mehr Lebenspualität im Hofleben

Elisabeth Neureiter (li.), Hermann Muigg-Spörr und Erika Trampitsch von Lebensqualität Bauernhof mit dem Preis.
  • Elisabeth Neureiter (li.), Hermann Muigg-Spörr und Erika Trampitsch von Lebensqualität Bauernhof mit dem Preis.
  • Foto: Lebensqualität Bauernhof
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Es ist kein Geheimnis, dass die ländliche bzw. die bäuerliche Bevölkerung ein wesentlicher Träger unserer alpenländischen Kultur ist. Um beides erhalten zu können, wurde in St. Johann eine Initiative gegründet, die das Leben der LandwirtInnen in diversen Situationen unterstützen soll. Die Initiative „Lebensqualität Bauernhof“ leistet psychosoziale Beratung und Unterstützung für bäuerliche Betriebe/Familien. Denn, so sehr die landwirtschaftliche Familienstruktur in vielerlei Hinsicht auch ideal erscheint – man denke an Kinderbetreuung, Pflege naher Angehöriger und die innerfamiliäre Arbeitsaufteilung – so viele Belastungen und Herausforderungen bringt das Zusammenleben und -arbeiten in einer Mehrgenerationenfamilie auch mit sich.

Hundert Beratungen pro Jahr
"Wir beraten und begleiten Bäuerinnen und Bauern in schwierigen Situationen wie bei Partnerschaftsproblemen, Generationenkonflikten, Hofübergaben, Alkoholproblemen, Schicksalsschlägen usw. und sind mit Workshops und Vorträgen stark in der Prävention engagiert“, gibt Elisabeth Neureiter, zuständig für dir Öffentlichkeitsarbeit, Einblick in die Initiative. Rund hundert bäuerliche Familien werden salzburgweit innerhalb eines Jahres betreut und im Bedarfsfall an Spezialisten weitervermittelt. Die Problemfelder sind vielseitig, aber den größten Konfliktbereich (die Hälfte aller Beratungen) bildet das Zusammenleben von bis zu drei Generationen. "Dazu gehören unterschiedliche Vorstellungen über Landwirtschaft, Zusammenleben, Lebensinhalte und Wertvorstellungen", erklärt Neureiter.

Paarprobleme nehmen zu
18 Prozent der Beratungen betreffen Konflikte in der Ehe oder Partnerschaft, 16 Prozent die Hofübergabe und der Rest entfällt auf wirtschaftliche und psychische Probleme sowie auf den Alkoholismus. Um noch unterschwelliger Hilfe anbieten zu können gibt es neben der klassischen Sprechstunde auch ein "bäuerliches Sorgentelefon" und regelmäßig beantwortete Leserbriefe im "Salzburger Bauer".
Herzblut legen die drei Mitarbeiter der Initiative aber vor allem in die Präventionsarbeit z.B. in Landwirtschaftsschulen. Sie soll vor allem bewusstseinsbildend wirken. "Wir fragen die Jungs z.B. wie sie sich eine Bäuerin und wie ihre Freundin vorstellen. Da werden die unterschiedlichen Bedürfnisse oft erst bewusst", so Neureiter über den Zweck der Präventionsarbeit, "denn wenn Hilfe nötig wird, ist es eigentlich schon zu spät."

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