Hermann Neubauer gewinnt die Rallye Weiz

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WEIZ, LUNGAU /red). Nach der so unglücklich verlaufenen Schneebergland Rallye und dem dort durch einen Technik-Defekt bedingten Ausfall war für Hermann Neubauer, seinen Beifahrer Bernhard Ettel und das ZM-Racing Team klar, dass es bei der Rallye Weiz umso wichtiger wäre, möglichst viele Punkte für den Meisterschafts-Kampf zu holen. Dass das auf den Sonderprüfungen rund um die oststeirische Bezirkshauptstadt aber keine leichte Aufgabe sein würde, war der Mannschaft allerdings ebenso bewusst.

Neben der versammelten heimischen Konkurrenz waren beim fünften von insgesamt sieben Staatsmeisterschaftsläufen nämlich auch starke ausländische Mitbewerber am Start. Doch Hermann Neubauer schien sich davon ab der ersten Sonderprüfung überhaupt nicht irritieren zu lassen. Mit einer souveränen Bestzeit startete er in die Rallye und es sollte bis zur vierten SP dauern, ehe sein härtester Verfolger Raimund Baumschlager eine erste Bestmarke erzielen konnte. Am Ende der ersten Etappe lag das Duo Neubauer/Ettel schließlich 8,5 Sekunden vor Baumschlager/Winklhofer – kein komfortabler Vorsprung, aber dennoch ein Statement im Zweikampf mit dem WM-Weltmeisterfahrzeug des Vorjahres.

Nachdem die Zeiten-Jagd am Vormittag der zweiten Etappe ständig wechselnde Erfolge für Neubauer und Baumschlager brachten, der Salzburger seinen kleinen Vorsprung aber dennoch minimal ausbauen konnte, kam der Regen – und die Vorentscheidung in Form des Rundkurses in Naas, wo Hermann Neubauer dank perfekter Reifen-Entscheidung des Teams eine tolle Bestzeit erzielen und seinen Vorsprung vor den beiden letzten Sonderprüfungen auf etwas über 20 Sekunden ausbauen konnte. „Dass Raimund auf der Power-Stage ein Fehler passiert ist, hat uns ein entspanntes Finale beschert, allerdings hätten wir die Rallye auch ohne den Fehler für uns entschieden. Wenn man sich die Zeiten ansieht – Raimund und ich sind in diesem Jahr über eine Sekunde pro Kilometer schneller gewesen, als 2016 – dann weiß man, welchen Speed wir hier gegangen sind. Dass ich dabei dennoch fehlerfrei geblieben bin, freut mich ganz besonders. Überhaupt traue ich mich ohne Umschweife zu sagen, dass dies die beste Rallye meiner Karriere war. Den Sieg möchte ich aber meiner gesamten Mannschaft – den Mechanikern genauso wie meinem Co-Piloten Bernhard – widmen, denn sie haben in den letzten Wochen alles gegeben, um den Start in Weiz zu ermöglichen. Meiner Meinung nach ist das die beste Rallye in ganz Österreich, von der Organisation, über die Fans, bis hin zu den Strecken. Einfach perfekt und es freut mich doppelt, hier den Sieg geholt zu haben.
Text: Manfred Wolf, Presse Hermann Neubauer Racing

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