13.12.2017, 10:18 Uhr

Das Eis hielt nicht ganz stand

Christina Brandstätter (Seehotel Jägerwirt) mit Feuerwehrmann Harald Mulle, der sich den Glühwein redlich verdienen musste. (Foto: Seehotel Jägerwirt/APA-Fotoservice/EXPA/Daniel Angerer)

Das Eis am Turracher See hielt bei der „Jägerwirt Eiswette“ nur fast stand – die Wette ging verloren.

TURRACHER HÖHE. Auf der Turracher Höhe fand gestern, am 12. 12., um 12:12 Uhr, die jährliche „Jägerwirt Eiswette“ statt. Dabei galt es wieder zu klären: Trägt das Eis des Turracher Sees einen „Unerschrockenen“ oder nicht? Wie jedes Jahr wettete auch heuer Christoph Brandstätter vom Jägerwirt gegen seinen Stammgast Helmut Mertens. Der Hotelier wettet dabei immer "Ja – es hält"; der Gast hält dagegen.

Ein Berufsfeuerwehr-Taucher musste ran

Anfang Dezember war das Eis jedenfalls schon recht dick und für den Hotelier schaute es vorerst ganz gut aus. Aufgrund des Föhnsturms der letzten Tage war es aber nicht mehr sicher, weshalb Christoph Brandstätter die Berufsfeuerwehr-Taucher Klagenfurt gebeten hatte, über das Eis zu gehen. Der Feuerwehrmann Harald Mulle war also dann heuer der Mutige, der den Gang wagen musste.

"Hinüber hat es gehalten"

"Beim Hinübergehen vom Jägerwirt zur Halbinsel hat das Eis gehalten", berichtet Jägerwirtin Christina Brandstätter, die vom Festland aus das Schauspiel beobachtete. "Es war sehr matschig, aber kein Problem für den Mutigen. Somit ist die Eiswette eigentlich gewonnen", erklärt sie, "beim Zurückgehen ist der Feuerwehrmann kurz vor dem Bootssteg eingebrochen. Da er aber einen Trockenanzug anhatte, gab es sogar noch einen Glühwein im Eiswasser."

Es war ein kleiner Streitfall

Da der Berufsfeuerwehrmann beim Rückweg eingebrochen war, proklamierte Helmut Mertens den Wettsieg für sich. Es war also ein Streitfall diesmal, denn der Jägerwirt meinte nur der Weg bis zur Halbinsel zähle. Man konnte sich dann aber einigen; und nach vier Jahren konnte Mertens die Wette wieder einmal gewinnen. „Die Badesaison am Turrachersee ist eröffnet“, scherzte der Sieger. Der Wetterlös von 1.000 Euro werde übrigens einem wohltätigen Zweck zugeführt und an eine Familie aus Patergassen gespendet, berichtet der Jägerwirt, der sich bereits auf die Revanche im nächsten Jahr freut.

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