27.10.2017, 10:37 Uhr

Salzburg rüstet sich für das "Stille Nacht"-Jahr 2018

Was Pfarrer Bernhard Rohrmoser aus Mariapfarr hier zeigt, sind die Liedzeilen von "Stille Nacht", die Joseph Mohr 1816 in Mariapfarr schrieb. 2018 wurde aus dem Gedicht das Lied, als Franz Xaver Gruber in Arnsdorf die Melodie dazu schrieb.

Die Vorbreitungen des 200 Jahr-Jubiläums des Liedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!" laufen in den Stille-Nacht-Gemeinden auf Hochtouren.

MARIAPFARR, SALZBURG (pjw). Voriges Jahr jährte sich die Textentstehung des weltberühmten Gedichtes "Stille Nacht! Heilige Nacht!" zum 200. Male. Es war nämlich im Jahre 1816, als Joseph Mohr, während er Koadjutor in Mariapfarr war, den Text als Gedicht zu Papier brachte. Dieses Gedicht wurde 1818 dann zum Lied, als nämlich Franz Xaver Gruber es mit einer Melodie versah.

Mohr trifft auf Gruber

Ab August 1817 half Mohr bei Pfarrprovisor Josef Kessler dann in Oberndorf aus. Im Oktober 1817 erhielt er die offene Stelle eines Koadjutors. Oberndorf war es auch, wo sich Mohrs Lebenwege mit jenen des Lehrers, Mesner und Organisten Franz Xaver Gruber kreuzten. Die Melodie von "Stille Nacht! Heilige Nacht!" hat ebendieser im Jahre 1818 komponiert, im Schulhaus von Arnsdorf (Gemeinde Lamprechtshausen). "Stille Nacht! Heilige Nacht!" wurde am Weihnachtsabend in der St. Nikolaus Kirche in Oberndorf bei Salzburg durch Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr erstmals gesungen. (Quelle: www.stillenacht.at, Stille Nacht Gesellschaft)

2018: 200 Jahre "Stille Nacht! Heilige Nacht!"

Das 200 Jahr-Jubiläum des Liedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!" wird im nächsten Jahr im Bundesland Salzburg eine zentrale Rolle spielen. Eines der größten Projekte dabei ist, dass neun Museen und Orte in Salzburg, Oberösterreich und Tirol sich zur dezentralen Landesausstellung "Stille Nacht" von Michaeli 2018 (29. September) bis Mariä Lichtmess 2019 (2. Februar) zusammenschließen. "Es geht uns um eine zeitgemäße und umfassende Auseinandersetzung mit 'Stille Nacht! Heilige Nacht!' und vor allem um das zentrale Leitthema der universellen Friedensbotschaft", erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer am 25. Oktober 2017 dazu.

Ausstellung in den Stille-Nacht-Orten

In der Landesausstellung werden das Stille Nacht Museum Arnsdorf und das Stille Nacht Museum Oberndorf, das Salzburg Museum in der Landeshauptstadt, das Stille Nacht Museum Hallein, das neue Stille Nacht Museum im Pflegerschlössl in Wagrain sowie das Stille Nacht Museum Mariapfarr im Lungau unterschiedlichste Facetten rund um das Lied und dessen Schöpfer zeigen. Hintersee, wo Joseph Mohr, ein Jahrzehnt lang als Pfarrvikar gewirkt hat, lädt ein, den neuen Themenweg rund um die Geschichte des Ortes, die Bewahrung der Schöpfung und den Klang in der Natur zu erleben.
Über die Salzburger Landesgrenzen hinweg sind auch Hochburg-Ach in Oberösterreich (Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus), der Geburtsort von Franz Xaver Gruber, sowie Fügen (Museum in der Widumspfiste) mit dabei, denn vom Zillertal nahm die internationale Verbreitung des Liedes seinen Ausgang, wie das LMZ weiter mittteilte.

Stille Nacht 2018 GmbH gegründet

Zur Koordination der vielfältigen Projekte und Veranstaltungen werde die Stille Nacht 2018 GmbH, eine gemeinnützige Gesellschaft des Landes Salzburg, gegründet. Geschäftsführer ist Paul Estrela. Zwischenzeitlich hat sich – so heißt es in Haslauers Landes-Medienzentrum (LMZ)-Mitteilung weiter – auch der Fachbeirat konstituiert, in dem neben den Salzburger Stille Nacht Gemeinden auch Hochburg-Ach und Fügen vertreten sind.

Vor Ort-Programm entscheiden die örtlichen Verantwortlichen

Das Ausstellungs- und Begleitprogramm entsteht aus dem Blickwinkel der regionalen Identitäten und Besonderheiten jedes Ortes und liegt in den Händen der örtlichen Entscheidungsträger. Für die Gesamtorganisation und -kommunikation nach außen zeichnet die Stille Nacht 2018 GmbH verantwortlich.

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